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Konya - Akşehir Museum
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Konya, Mevlana – Museum
• Lebensgeschichte Mevlanas
• Werke Mevlanas

Konya - Museen und Ruinenstätten
Konya -Museum des ehemaligen Westfrontquartiers in Akşehir
Konya - Atatürk- Museum


Noch mehr Informationen erhalten sie im englischen Bereich


Interessante Plätze:

 Die Walderholungsstätten von Çamliköy, Yaka manastir, Kale, Huglu, Karaburun und Kizilören,die Weinberge von Meram, die Thermalquellen von Ilgin, das Ivriz -Steinrelief, die Beysehir- Burg, das Akmanastir (Kloster), die Hagia Eleni- Kirche, die Sirçali -Medresse, die Medresse und Türbe von Tacül Vezir, die Ince Minareli Medrese, die Medressen von Ali Gav, Küçük Karatay, Karatay und Ismail Aka (Tas Medrese), die Koranschulen von Has Bey und Nasuh Bey (Darülhuffaz), die Lehrerschule von Seydisehir (Muallimhane), die Moschee und Medresse von Iplikçi, die Moschee und Türbe von Sadreddin Konevi, die Moscheen von Alaeddin Dursunoglu, Selimiye, Kapi, Aziziye, Esrefoglu und Pir Hüseyin, die Komplexe von Sahip Ata, Karabas Veli und Lala Mustafa Pascha, die Grossen Moscheen (Ulu Cami) von Aksehir und Eregli, das Mevlana Mausoleum und Derwischkloster, das Nasreddin Hoca -Mausoleum, die kleinen Moscheen von Tas Mescit, Sirçali Mescit, Karatay, Tahir und Zühre, Altunkalem, Güdük Minare und Küçük Ayasofya, die Bibliothek von Yusuf Aga, der Kubadabad Palast, die Derwischkloster von Seyyid Mahmud Hayran und Þeyh Þahabeddin, die Karawansereien von Kizilviran, Sultan, Zazadin, Horozlu, Kadin, Ishakli und Kuruçesme, die Rüstem Pascha Karawanserei, das archäologische Museum zu Konya, das Museum für Keramik zu Karatay, das Museum für Werke aus Stein und Holz zu Konya, das Museum für Grabdenkmäler zu Konya, das Atatürks Haus- und Kulturmuseum, das Museum für Ethnographie zu Konya, das Mevlana-Museum zu Konya, das Koyunoglu-Museum, das Aksehirer Museum für Steinwerke,das Aksehirer Museum, das Atatürk -Museum und das ethnographische Museum und das Eregli Museum.
 



Die Direktion der Ensemble für türkische mystische Musik zu Konya
Adresse: Mevlana Meydani Es'arizade Sok. No:21
Konya
Topluluk Tel: (0 332) 350 42 29 - 30

Die Direktion der Staatlichen Galerie für die schönen Künste
Babiaksaray Mah. Mevlana Alani No:21
KONYA
Tel: (0 332) 350 39 25
Fax: 353 40 23
 

Museen


Mevlana Museum
Adresse: Mevlana
Mah. - Konya
Tel: (332)351 12 15

Das archäologische Museum
Adresse: Larende Cad. - Konya
Tel: (332) 351 32 07

Das Museum für keramische Werke
Adresse: Alaattin Meydani - Konya
Tel: (332) 351 19 14

Das Museum für Grabdenkmäler
Adresse: Gazi Alemsah Mah. Sirçali Cad. - Konya
Tel: (332) 352 80 22

Das Museum für Werke aus Stein und Holz
Adresse: Alaattin Meydani - Konya
Tel: (332) 351 32 04

Ethnographisches Museum
Adresse: Larende Cad. - Konya
Tel: (332) 351 89 58

Aksehirer Museum
Adresse: Dr. Aziz Perkun Cad. No: 94 Aksehir - Konya
Tel: (332) 813 15 68

Eregli Museum
Adresse: Bulvar Cad. No: 16 Eregli - Konya
Tel: (332) 713 45 92

Das Atatürk - Museum
Ruinenplätze
Das ethnographische Museum in Konya
Çatalhöyük - Dorf Küçük Çumra
Die Bolat -Ruinen - Hadim / Dorf Bolat
Karahöyük (Tumulus) - Meram / Harmancik Mah.
Kubadabat - Beysehir - Gülkaya
Die Ayaelena- Kirche - Selçuklu - Sille Mah.

Eregli Museum
Ivriser Felsendenkmal - Aydin Kente / Halkapinar




Wichtige Tage
Lokale Veranstaltungen:


Gedenktag von Hadimi Hz. Hadim
4.-12. September

Rosenfeier
Konya
12. Juni

Kocherwettkampf
Konya
10.-11. September

Traditionelle Volkssängerfeier
Konya
24.-28. Oktober

Aksehirer Ehrentag
Aksehir
24. August

Gedenktag von Mevlana
Konya
10.-17. Dezember

Atatürks Ankunft in Konya
Konya
3. August



Messen:

Die Messe für Industrie- und Exportprodukte
Selçuklu
10. Dezember

Konya- Messe
Konya
5. August-5. September



Festspiele:
Çakillar Erdbeerfestival
Aksehir- Städtchen Çakillar
11. Juni

Derebucak -Ölringkämpfe
Derebucak
30. Juli

Ölringkampffestival
Konya
30. September



Feierlichkeiten:
Aksehirer Nasreddin Hodscha -Feier
Aksehir
5.-10. Juli

Huglu-Gewehrfeier
Beysehir
13. Juni

Apfel- und Tufana -Feier
Eregli
17.-18. August

Ökonomie- und Entwicklungsfeier
Seydisehir
5.-7. August

Türkische Cirit-Spiele
Konya
25.-26. September

Hadim- Traubenernte -Feier
Hadim
18.-20. September



Konya - Akşehir Museum

 

Generaldirektion für Denkmäler und Museen

DIE MUSEEN VON AKŞEHİR


Die ersten Spuren der Besiedelung dieses Gebietes von Akşehir, das in seiner ganzen Geschichte ein beliebtes Siedlungsgebiet war, gehen Forschungsergebnissen zufolge auf die neolithische Periode zurück. Von dieser Zeit an bis in die Gegenwart erlebte Akşehir eine ständige Besiedelung und aufgrund seiner Lage an wichtigen Übergangsrouten war es immer wieder Zerstörungen ausgeliefert. Akşehir, das im Parroregebiet der Phrygier lag, war als Philomelion bekannt. In der Nähe des heutigen Stadtkernes befand sich ein Meilenstein, auf dem das Wort "Philomelion" steht. Dieser Meilenstein, als einziges schriftliches Dokument kann im Archäologischen Museum besichtigt werden.

Akşehir ist eine der wenigen Städte in Mittelanatolien, die für ihren Handel, ihr städtisches Wesen und ihre Naturgebiete bekannt ist. Wertvolle besichtigungswürdige Bauten sind die zivilen und religiösen Bauten aus der seldschukischen Periode.

Adresse: Dr. Aziz Perkun Cad. No: 84 Akşehir/Konya
Tel: (332) 813 15 68

ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM (TAŞ MEDRESE)


Das Museumswesen in Akşehir begann im Jahre 1946 durch die Einstellung eines Beamten zur Sammlung und zum Schutz antiker Werke seitens des Maarif Memurluğu (Kulturministerium). Die gesammelten Werke bewahrte man damals in der İmaret Moschee auf. Im Jahre 1950, als die Moschee zur Gottesverehrung eröffnet wurde, quartierte man diese Werke in die Taş Medrese ein. Im Jahre 1960 begann das Museum offiziell durch die Bestellung eines Museumsbediensteten seine Museumsfunktion auszuüben. Nach den Restaurationsarbeiten und organisatorischen Vorarbeiten wurde das Museum am 8. Juni 1965 für Besucher eröffnet.

Die Taş Medrese stellt mit seiner Mescit (kleine Moschee), seiner Türbe (Grabdenkmal), dem Hangah (Ordenshaus), seiner Imaret (Armenküche) und seinem Brunnen einen vollkommenen Komplex dar. Die Medrese wurde im Jahre 1250 zurzeit Keykubat II. (Sohn des Sultan Keyhüsrev II. der anatolischen Seldschuken) vom Sohn des Hauptwesirs Emirdad Sahipata Hüseyin, Fahreddin Ali erbaut.

Von dem Komplex sind heutzutage nur noch die Mescit, die Türbe und die Medrese übrig geblieben. Die Medrese besteht aus vier Eyvan (Gebäudeteilen) und einem offenen Hof. Die Kronentür und das Hauptgebäude liegen in süd-nördlicher Richtung, zwei Eyvan sind senkrecht erbaut und das vierte Gebäude, das zu verschiedenen Zeiten Ergänzungen erfuhr, hat die Form eines Zimmers. In dem zentralen Hof befinden sich an beiden Seiten Säulengänge. Rechts der Kronentür sind fünf Zimmer angelegt. Der Eingang zur Türbe liegt links der Tür. Die Türbe weist einen quadratischen Plan auf und verfügt über eine Krypte. Am Saum der Kuppel befinden sich geometrische Motive, die kufischer Schrift ähneln und ein mit einem Fayencenmosaik verzierter Gürtel. In gleicher Form sind auch in der Mitte der Kuppel diese Fayencen zu sehen.

In dem Museum sind Gebrauchsgegenstände aus der neolithischen Periode bis zum Ende des XIX. Jh.s ausgestellt. Darunter befindet sich eine reichhaltige Kollektion von Grabsteinen aus der seldschukischen und osmanischen Periode. Eine wichtige Stelle im Museum nehmen die mit Figuren versehenen Grabsteine der Seldschukenzeit ein. Diese Fundstücke wurden aus Akşehir und Umgebung zusammengetragen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen jene Grabsteine, die mit Kalligraphie versehen sind.

Adresse: Larende Cad. Konya
Tel: (332) 351 32 07

HETTİTİSCHER BRUNNEN VON YALBURT

Dieser Brunnen liegt 23 km nordöstlich der Provinzstadt Ilgın am Yalburt Feld. Der Brunnen wurde während der Ausgrabungen der Jahre 1972, 1973 und 1975 seitens der Generaldirektion des Anatolischen Museums für Zivilisationen unter der Leitung von Raci Temizer zu Tage gebracht.

Der Brunnen hat eine viereckige Form. Auf einer Steinreihe befinden sich 22 Kalksteinblöcke mit Hieroglyphenschrift. Auf einem dieser Steine, die in Zentralanatolien zu den wertvollsten ihrer Art gehören, befindet sich der Name des Großen Königs Tuthalia IV. Weiter zeigt dieses Dokument die hettitische Geschichte sowie die Taten Tuthalias IV. auf.

Dieser Brunnen stellt eine Kultstätte dar, die von dem Großen König des Hettitischen Reiches, einem theokratischem Staat, eingerichtet wurde.

DAS STABSQUARTIERMUSEUM DER WESTFRONT IN AKŞEHİR


Nach dem Sieg des Kampfes bei Sakarya und der Aufstellung des Feindes im Osten der Afyon- Eskişehir Front wurde das Stabsquartier der Westfront vom Dorf Alagöz nach Akşehir verlegt. Das am 18. November 1921 nach Akşehir gekommene Stabsquartier wurde im Gemeindegebäude untergebracht. In diesem Gebäude wurden bis zur Großoffensive am 24. August 1922 die Vorbereitungen getroffen. In diesem Zeitraum von neun Monaten wurden die Vorbereitungen für den Großangriff von hier aus geleitet, die Pläne hier ausgearbeitet und die Entscheidung hier gefällt. Mustafa Kemal besuchte in dieser Zeit einige Male Akşehir, um die Arbeiten zu überprüfen und zu lenken. Das Gebäude wurde in den Jahren 1904 – 1905 zur Zeit des Bürgermeisters Bostan Bey als Gemeindegebäude errichtet. Das zweistöckige Gebäude besitzt ein Steinfundament und ist aus Materialien wie Ziegeln und Gips erstellt. Im östlichen und südlichen Teil des Gebäudes wurden jeweils Bilder in Agrafitotechnik angebracht, die die Vorbereitungen und die Durchführung des Großangriffes verdeutlichen.

Dieses Stabsquartiergebäude, das ein Dokument der Tage der Hoffnung und des Kampfes ist, wurde mit der Übersiedelung des Gemeindeamtes im Jahre 1965 in ein anderes Gebäude unter der Auflage der Verwendung als Museum dem Ministerium als Schenkung übergeben. Nach größeren Restaurationsarbeiten wurde es am 5. Juli 1966 als "Ethnographie und Atatürk Museum" für den Besuch eröffnet. Nach den Renovierungsarbeiten des Jahres 1981 erhielt es den gegenwärtigen Namen.

Im Erdgeschoß des Museums befindet sich der Verwaltungsbereich. Im oberen Stock liegt in der südlichen Seite das große Zimmer, das mit den Originalgegenständen aus der Zeit der Stabsquartiere versehen ist. Dies stellt gleichzeitig das Arbeitszimmer Atatürks dar und es ist jener Raum, in dem der Entschluss zur Großoffensive getroffen wurde. Die beiden Zimmer an den Seiten dieses Raumes sind die Arbeitszimmer des Stabsquartierkommandanten İsmet İnönü und des Chef des Generalstabes Asım Gündüz. Die Statue İsmet Paşas wurde an seinen Arbeitstisch platziert. Im nördlichen Zimmer sind in einer Vitrine die Gegenstände des Großen Vorbilds, die ihm geschenkt wurden oder die er selbst verwendet hatte, sowie Waffen ausgestellt.

In den weiteren vier Zimmern können die Biografien der Offiziere der Stabsquartiere, Auszüge aus dem Nutuk (Große Ansprache Atatürks), Fotografien, Landkarten, Dokumente und Waffen besichtigt werden.

 

 

Konya - Kilistra

 

Generaldirektion für Denkmäler und Museen

WO BEFINDET SICH KILISTRA?


Die antike Stadt Kilistra befindet sich im Dorf Gökyurt bei Hatunsaray, 49 km südwestlich von Konya und gehört zum Landkreis Konya Meram.

GESCHICHTE

Den Ergebnissen archäologischer Ausgrabungen zufolge wurde Kilistra in der hellenistischen und römischen Periode (2. Jh. v. Chr. – 3. Jh. n. Chr.) besiedelt.
Auf einem bei diesen Ausgrabungen gefundenen Schwellenstein im östlichen Bereich konnte auf einer Grabinschrift der Name Kilistra entdeckt werden.
Kilistra war in der byzantinischen Periode (8. – 13. Jh. n. Chr.) ein bevorzugtes Siedlungsgebiet, dessen Siedlungsformen der Aushöhlung die Steine von Kappadozien ähnelt.

Während der in der Bibel beschriebenen Reise des Apostel Paulus hielt dieser sich auch in der anatolischen Stadt Lystra auf, welche sich auf dem Königsweg zwischen İkonion (Konya) und Psidia Antiocheia (Yalvaç) befand. Der von Lystra nach Yalvaç ziehende Apostel besuchte dabei auch Kilistra. Der mit Paulus im Briefwechsel stehende Timotheos war ebenfalls aus Lystra.

Während der Ausgrabungen wurde die Stelle, an der sich die Kirche befand, von den Anhängern des Sümbüliye- Ordens als "Paulönü" bezeichnet, was darauf hinweist, dass der Heilige Paulus namentlich geehrt wird.

Das lystrische Volk hatte während der römischen Periode den christlichen Glauben angenommen und zog sich aufgrund der Christenverfolgung in die zugängigen gebirgigen Gegenden zurück. Eine der bedeutendsten dieser somit gegründeten geheimen Städte war Kilistra.

Das Volk des Dorfes Gökyurt hat sich auf den Fundamenten der antiken Stadt Kilistra niedergelassen. Aufgrund einiger Funde konnte nachgewiesen werden, dass in der byzantinischen Periode das örtliche Volk gemeinsam mit den nach Anatolien kommenden Türken gelebt hat. Ethnologische Funde weisen darauf hin, dass sich hingegen in der osmanischen Periode hier vielmehr halbnomadische Stämme ansiedelten, die vorwiegend Viehzucht betrieben.

ALLTAGSLEBEN

Die Dorfbevölkerung von Gökyurt lebt von der Landwirtschaft und Viehzucht. Durch die örtlichen Gegebenheiten der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist der Einsatz von Tieren unausweichlich. Aus diesem Grunde werden Esel, Pferde und Maultiere für die Landwirtschaft und Viehzucht eingesetzt.
Im Dorf wird vor allem sehr viel Kürbis angebaut und es ist Brauch, dass auf Hochzeiten auf dem Frauentisch ein bestimmtes Kürbisgericht angeboten wird.
In der ländlichen Küche gibt es einige Besonderheiten wie saures Eingelegtes, aus wilden Pflaumen Eingemachtes und Holzbirnen-Kompott. Ebenso werden Weintrauben angebaut, wobei aus den Trauben vor allem "Pekmez" (dick eingekochter Traubensaft) hergestellt wird. In der dörflichen Landwirtschaft spielt die Honigherstellung nach klassischer Methode eine wichtige Rolle.

Sowohl in der Produktion auf dem Feld, als auch bei der Tierpflege und bei den Stallarbeiten nimmt die Frau eine wichtige Stelle ein.
Darüber hinaus haben bestimmte Handarbeiten dieses Dorfes eine traditionsreiche Vergangenheit.

WIE KOMMT MAN NACH KILISTRA?

Über die Hauptstraße Konya – Hatunsaray führt eine Straße in Richtung Südosten, wobei man nach 34 km nach Gökyurt (ca. 15 km) abzweigt.
Man kann auch die Hauptstraße Konya – Antalya nehmen, wobei man ebenfalls nach 34 km auf eine nach Süden abzweigende Straße fährt, mit der nach 15 km Kilistra erreicht werden kann.

BESICHTIGUNG VON KILISTRA?

Die antike Stadt Kilistra besichtigt man am besten, indem man dem Königsweg, der sich östlich des Dorfes befindet, folgt. Auf diesem von Lystra (Hatunsaray) kommenden Weg, dessen Steinpflaster nach wie vor instand ist, erreicht man die Devrek Mevki. An dieser Stelle befindet sich der Beobachtungsturm, von dem aus der Eingang in die Stadt bewacht wurde. Geht man den antiken Weg weiter in die Stadt sieht man am Platz Konacak antike Gräber, die typisch für ihre Steinaushöhlungen sind sowie an deren westliche Ausrichtung einen Versammlungssaal und andere für soziale Zwecke errichtete Gebäude.

An der südlichen Seite befindet sich das Sandıkkaya, eine kreuzförmige Kapelle, die besonders dadurch interessant ist, da ihr Äußeres und Inneres aus einem großen Steinstück ausgehöhlt wurde; ihresgleichen findet man selten. In dieser Umgebung trifft man ebenso auf Gebäudestücke, die die Architektur ergänzen.

Folgt man dem Königsweg weiter Richtung Westen, so kann man am anderen Eingang den zweiten Beobachtungsturm besichtigen, das zweite Wachgebäude sowie eine Zisterne und die "Kapçı İni", die in späteren Perioden für die Tongeschirrherstellung verwendet wurde. Von hier aus kann sich die im Zentrum befindliche Köy Konağı (Dorfherberge) erreicht werden. In dieser Dorfherberge konnten Getränke und Speisen zur Verfügung gestellt und andere Grundbedürfnisse befriedigt werden.

Danach können die westlich der Dorfherberge befindliche Wasserzisterne (Katırini), die beiden Weinkeltereien (Şırahane) am Fluss Söğütlü, sowie die sich südwestlich der Dorfherberge befindliche und von den Dörflern als "Paulönü Mevkii" (der Platz Paulus') bezeichnete Sümbül Kirche besichtigt werden. In diesem Tal, in dem Geschichte mit der Natur in Eintracht lebt, sind jegliche Töne von natürlichem Grün vorzufinden.

Geht man von hier aus in Richtung des Ardıçlı Hügels, an dessen westlichem Hang sich die große Wasserzisterne befindet, sind auf dem Gebiet der Nekropole Steingräber zu sehen.

Diese große Wasserzisterne (Katırini) stellt eine imposante Felsenniederlassung dar und ist gleichzeitig das interessanteste Gebäude der Stadt. Die beiden nördlich der Wasserzisterne am Söğütlü Fluss gelegenen Weinkeltereien und deren Wasserwege sind ebenso einer Besichtigung wert.

ARCHITEKTUR

Die antike Stadt Kilistra wurde in der frühbyzantinischen Periode an fünf verschiedenen Stellen gleichzeitig durch Felsaushöhlungen gegründet. Die Form der Aushöhlungen weisen darauf hin, dass es wichtig war, die Gründung und den Ausbau der Stadt geheim zu halten. Diese von außen wie natürliche Felsen aussehende Niederlassungen sind in ihrem Inneren großzügig ausgehöhlt, ihr Beleuchtungs- und Belüftungssystem sind gut getarnt und so angelegt, dass an ihnen Sehschlitze angebracht wurden.

In der Architektur stößt man auf religiöse Gebäude (Kapelle und Kirche), Einrichtungen für soziale Zwecke (Wohnräume, Zisterne, Brunnen, Weinkelterei...) und Gebäude zur Verteidigung und Sicherheit (Beobachtungsturm, Garnisonsorte und Zufluchtsorte).

Der Topographie angemessen sind die Unterkünfte in der Art von Felsenhanghäusern errichtet. Für die Halle wurden die Hauptfelsen ausgehöhlt und umfunktioniert. Die selbst errichteten Gebäudeteile wurden aus Stein gefertigt, indem der Felsen gespalten und geglättet und als Baumaterial verwendet wurde. Die Unterkünfte bestehen vom Fundament bis zum Dach aus Stein, wobei das Dach breit und flach ist.

NATURSCHÖNHEITEN

Im gesamten Tal befinden sich die aus vulkanischem Tuffgestein gebildeten Felskegel und Feenkamine (peri bacaları). Das Tal erinnert an eine Art Steinwald, wobei die Aussichtsterrassen des Siedlungsgebietes ein fantastisches Panorama bieten. Alle vier Jahreszeiten hindurch kann die charakteristische Pflanzendecke und auf den bedeckten Stellen Grün in jeglichem Ton vorgefunden werden. Diese Pflanzendecke ist von der Art des reichhaltigen Dickichtes der Wände des Taurusgebirges. Esche, Azarole, Holzbirne, wilde Pflaumen, Ölweide und Hagebutte vermischen sich mit Eichenwäldern, Walnuss-, Mandel- und Obstbäumen und stellen eine zauberhafte Harmonie dar. Das Leben der Wildtiere in all seiner Verschiedenheit kann in dieser Waldstruktur angetroffen werden. Im Buschwald dieses Gebietes stößt man auf eine wilde Traubenart, die von den Dörflern als "Gılabba" bezeichnet wird und als Heilmittel verwendet wird. (Gilabori- Viburnum opulus).

UNTERKUNFT

Gökyurt ist ein zauberhafter Ort, der den Begriff Tourismus verinnerlicht hat und die traditionelle türkische Gastfreundschaft leben lässt.
In dem Dorf befindet sich ein Köy Konağı (Dorfherberge), das sich besonders für die Unterbringung von Gruppen eignet. Diese Herberge ist ein restauriertes Halkevi (Volkshaus), das durch die Anbringung eines weiteren Stockwerkes zu einer modernen Herberge umfunktioniert wurde. Im Dorf befindet sich weiter ein Sağlık ocağı (staatliches Gesundheitszentrum), das jegliche medizinische Versorgung gewährleisten kann.

 

 

Konya, Mevlana – Museum

 

Generaldirektion für Gemälde und Museen

KONYA - MEVLANA-MUSEUM

Der Standort von Mevlanas Derviş Kloster, das Heute als Museum genutzt wird, wurde, als es noch ein Rosengarten des seldschukischen Palastes war, vom Sultan Alâeddin Keykubad dem Sultânü‘l-Ulema Bâhaeddin Veled, Vater von Mevlana, geschenkt.

Als Sultânü‘l-Ulema am 12 Januar 1231 verstarb, wurde er an seiner heutigen Stelle im Mausoleum (Türbe) bestattet. Diese Bestattung ist die erste im Rosengarten.

Wenn auch nach dem Tod des Sultânü‘l-Ulema einige ihm nahe stehenden sich an Mevlana wandten und mitteilten, sie wollen über dem Grab seines Vaters ein Mausoleum errichten, so lehnte Mevlana diese Bitte mit den Worten: "Gibt es denn ein besseres Mausoleum als den Himmel" ab. Allerdings, als er selbst am 17 Dezember 1273 starb, hat der Sohn Mevlanas, Sultan Veled, den Wunsch derjenigen, die auf dem Grab von Mevlana ein Mausoleum errichten wollten entsprochen. Das "Kubbe-i Hadra" (grüne Kuppel) genanntes Mausoleum, auf vier dicke Säulen errichtet, wurde für 130.000 seldschukische Drachmen dem Architekten Tebrizli Bedrettin in Auftrag gegeben. Ab diesem Datum fanden die Bauarbeiten nie ein Ende, die Arbeiten dauerten bis zum Ende des 19. Jh.s in Teilabschnitten fort.

Kloster der Derwischorden und das Mausoleum wurde im Jahre 1926 unter dem Namen „Konya Âsâr-ı Âtîka Museum“ als Museum dem Dienst aufgenommen. Im Jahre 1954 wurde die Ausstellung und Ordnung des Museums erneut durchgesehen und der Name des Museums wurde in „Mevlana Museum“ umgeändert.

Als das Museumsgelände 6.500 m2 betrug, wurde die momentane Stelle verstaatlicht und erreichte zusammen mit dem Rosengarten eine Gesamtfläche von 18.000 m2.

Über den „Derwisch Tor“ gelangt man in den Hof des Museums. Nördlich und westlich des Hofes erstrecken sich die Derwischzellen. Die Südseite geht nach den Mausoleen Matbah und Hürrem Pascha mit dem zum Üçler Friedhof führenden Hâmûşân (Schweigenden) Tor zu Ende. Östlich des Hofes befinden sich neben den Mausoleen von Sinan Pascha, Fatma Hatun und Hasan Pascha die Semahane (großer, runder Saal der Mewlewi-Klöster) und eine kleine Moschee sowie das Hauptgebäude, wo die Gräber Mevlanas und seinen Familienangehörigen sind.

Die im Jahre 1512 von Yavuz Sultan Selim erbaute Brunnenanlage mit Überdachung zur rituellen Waschung und der Brunnen „Şeb-i Arûs“ sowie nördlich des Hofes gelegene und Selsebil benannte Laufbrunnen bereichern den Hof.

Tilavet (Koran rezitier) Raum

Tilavet ist ein arabisches Wort und bedeutet, den Koran mit einer schönen Stimme dem Takt passend zu lesen. Da in der Vergangenheit in diesem Raum Koran gelesen wurde, ist es Tilavet Raum benannt worden. Zurzeit wird es als kalligraphischer Raum benutzt.

Im kalligraphischen Raum werden neben Schrifttafeln berühmter Kalligraphen ihrer Zeit wie Mahmud Celaleddin, Mustafa Rakım, Hulusi, Yesarizade auch ein goldenes Relieftafel, das von Sultan Mahmud II. geschrieben worden ist.

In dem über der Silbertür ausgestellten Vers von Yeserizade Izzet Efendi steht folgendes geschrieben. Diese Schrifttafel gehört eigentlich der Molla Moschee.

Kabetü‘l-uşşâk bâşed in mekam
Her ki nakıs amed incâ şod temam
(Diese Stätte ist die Kaaba (Wallfahrtsort) der Verliebten.
Wer hierhin kommt mit Mängel, wird vervollkommnet werden.
Huzûr-ı Pir (Mausoleum)

Zum Saal des Mausoleums wird über die Silbertür gelangt, die Hasan Pascha, Sohn von Sokullu Mehmet Pascha, im Jahre 1599 hat erbauen lassen. In den hier befindlichen zwei Vitrinen werden die ältesten Ausgaben der berühmtesten Werke von Mevlana, Mesnevi und Divan-ı Kebir ausgestellt. Der Saal des Mausoleums wird von drei kleinen Kuppeln überdacht. Die dritte Kuppel wird Post Kubbe benannt und grenzt in nördlicher Richtung an die "Grüne Kuppel."
Der Saal des Mausoleums ist im Osten, Süden und Norden von einer ziemlich hohen Mauer umgeben. In der im Norden in zwei Teilen befindlichen Mauer sind Holzsarkophage von 6 Horasansoldaten. Direkt an der Fußspitze der Horasansoldaten wird, der für den Ilhanlı Herrscher Ebu Said Bahadır Khan angefertigte Verlobungsstein ausgestellt.

Zwei der hier vorhandenen Tafeln sind sehr wichtig, dass dadurch sie die Philosophie und Denkart von Mevlana erklären. Die erste Tafel ist in türkischer Sprache:


"Gebe dich entweder so wie du bist,
Oder sei so wie du dich gibst"

H. Z. Mevlana (St. Mevlana)

Die 2. Tafel ist ein Vierzeiler Mevlanas in persischer Sprache. Die türkische Übersetzung lautet:


"Komm, komm, wer du auch immer bist, komm!
Ob Ungläubiger, Parse, oder Götzenanbeter, komm!
Unser Orden ist kein Orden der Hoffnungslosigkeit.
Wenn du auch hundertmal dein Gelöbnis gebrochen hast, so komm trotzdem!"

H. Z. Mevlana

Auf dem hohen Wall, der den Saal des Mausoleums im Osten und Süden umgibt, befinden sich 55 Gräber von Verwandten Mevlanas und seines Vaters Bahaeddin Veled, wovon 10 Frauengräber sind, und 10 Gräber von hohen Würdenträgern wie Hüsameddin Çelebi, Selahaddin Zerkubi und Scheich Kerimüddin, also insgesamt 65 Gräber. Auf die Gräber der Damen sind keine den Derwischen eigene Filzkopfbedeckung angebracht.

Direkt unter der “Grünen Kuppel” befinden sich die Gräber Mevlanas und seines Sohnes Sultan Veled. Die Doppelgewölbte Grabschutzplatte auf den Gräbern hat im Jahre 1565 Sultan Süleyman der Prächtige anfertigen lassen. Das auf den Grabschutzplatten befindliche Gold- und Silberbestickte Decke ließ im Jahre 1894 Sultan Abdülhamid der II. anfertigen.

Die hölzerne Grabschutzplatte, von der behauptet wird, dass „der Vater sich aufgerichtet hat, als der Sohn kam“ ist ein seldschukischer Meisterwerk, das im Jahre 1274 für Mevlana gebaut wurde. Als Süleyman der Prächtige im Jahre 1565 eine neue Marmorplatte anfertigen ließ, wurde die hölzerne Schutzplatte hier entfernt und auf dem Grab des Vaters von Mevlana gelegt, der keine Schutzplatte hatte.

Semâ-hâne

Die Semahane (großer, runder Saal der Mewlewi-Klöster) wurde zusammen mit der kleinen Moschee im XVI. Jh. durch Sultan Süleyman dem Prächtigen erbaut. Die Sema (Tanz der Derwische) in der Semahane dauerte bis 1926 an, bis das Kloster zu einem Museum umfunktioniert wurde. Während die Naat (Lob) Pult und Musikantenecke sowie abgeteilte Loge für Damen und Herren der Semahane in Original verwahrt werden, werden Teppiche an den Wänden der Semahane und in Vitrinen befindliche Metal und Holzwerke sowie Musikinstrumente der Mewlewiten ausgestellt.

Mescid (Kleine Moschee)

Über das Çerağ-Tor wird in den Mescid gelangt. Ferner sind von der Huzûr-ı Pir, wo sich Gräber befinden, und von der Semahane sind kleine Übergänge vorhanden. Die hier befindliche Muezzin-Loge und Mesnevihan Pult werden in Original verwahrt.

An der Südwand der kleinen Moschee werden sehr wertvolle Teppiche und Muster von Holtüren, in 10 Vitrinen innerhalb der Moschee sehr wertvolle Bände, Kalligraphien und Muster Goldverzierungen ausgestellt.

Abteilung Teppiche und Textilien - Derwischzellen

Die West und Nordrichtung des Vorderhofes des Mevlana Klosters sind von jeweils mit einer kleinen Kuppel und Schornstein ausgestatteten 17 Zellen umgeben. Diese Zellen wurden im Jahre 1584 vom Sultan Murat III. Als Unterkunft für die Derwische errichtet.

Vier dieser Zellen, rechts am Eingangstor, werden zurzeit als Schalter und Verwaltungsgebäude benutzt. Die ersten zwei der restlichen, links am Eingangstor befindlichen 13 Zellen werden als Postnischen (Abt) und Mesnevihan Zellen mit ihren originalen Gegenständen ausgestellt.
Die letzten zwei Zellen sind unserem Museum gestifteten Büchern vom verstorbenem Abdülbaki Gölpınarlı und Dr. Mehmet Önder reserviert. Diese Zellen werden zurzeit als Bibliothek benutzt.

Durch die Entfernung der Zwischenwände der restlichen 9 Zellen wurden zwei große Korridore erhalten. In einem dieser Korridore werden historische Teppiche aus Regionen wie Kula, Gördes, Kırşehir ausgestellt. Im anderen Korridor werden gewebte, historische Teppiche ausgestellt, die den Regionen der Provinz Konya angehören wie Ladik, Karaman, Karapınar Sille.

In die Fenster und Türaussparungen eingelassene Vitrinen werden der Mewlewi- Ethnographie gehörende historische Gegenstände wie Marktzange, Kissen, Krücken, Horn, die vom Kloster in das Museum gebracht worden sind, und sehr wertvolle Textilien aus Bursa ausgestellt.
Küchenteil
Die Küche befindet sich in der Südwestecke des Museums, sie wurde im Jahre 1584 durch Sultan Murat der III. erbaut. Bis das Kloster im Jahre 1926 zu einem Museum umgewandelt wurde, wurde hier der Speisebedarf gedeckt.

Nach den Reparaturarbeiten im Jahre 1990 wurde die Ausstellung und Aufstellung dieses Teiles mit Schaufensterpuppen neu geregelt. Die eigentliche Aufgabe der Küche, die Anfertigung von Speisen und speisen an der Somat benannter Tafel werden hier mit Schaufensterpuppen dargestellt. Auch wurde versucht darzustellen, wie der Mewlewi- Wärter auf dem Fell sitzt, der Mewlewi Scheich dem Mewlewi -Derwischeswärter die Sema üben lässt.

 

 

Konya - Museen und Ruinenstätten

 

Generaldirektorat für Gemälde und Museen

KONYA - MUSEEN UND RUINENSTÄTTEN

Konya Ereğli- Museum:


Das im Jahre 1968 eingerichtete Museum von Eregli beherbergt 8096 Kulturschätze. Die durchschnittliche Zahl der Besucher beläuft sich jedes Jahr auf 10900. Trotz des Vorhandenseins einer weit angelegten, offenen Ausstellungsfläche aber sind die Schätze des Museums in geschlossenen Räumen zur Besichtigung freigegeben.

Im Eregli- Museum sind beginnend mit dem Jahr 7000 v. Chr. die gesamten in der Neusteinzeit aufgetretenen Zivilisationen vertreten. Die in der antiken Stadt Herakleia und ihrer Umgebung gefundenen Kulturschätze sind in diesem Museum ausgestellt. Dem Neolithikum zugehörige, bei Ausgrabungen in Can Hasan gefundene Handäxte, Wandfresken, Handmühlen, Grabgeräte und Tongefäße, dem Kalkolithikum zugerechnete Polychrome Tongefäße und Wirteln, der neuen Bronzezeit zugerechnete Tier- und Menschenfiguren, Pfeilspitzen, Siegel und Handäxte, den assyrischen Handelskolonien zugerechnete bauchige Wasserkrüge und Idole, aus der Hettiterzeit stammende Obstschalen und Salzgefäße aus Ton, runde und Stempelsiegel, Skarabäen, Tontafeln in Hieroglyphen- und Keilschrift, der phrygischen Periode zugehörende Fibula, Krüge mit schnabelförmigem Mundstück, Phiolen, des weiteren aus der hellenistischen Periode stammende Lekythen, als Schatz von Herakliea bezeichnete Silbermünzen aus Athen und Goldblattverzierungen, Bauteile, Grabsteine, Menschen- und Tierfiguren aus der römischen Periode, Bauwerksteile und goldene Christogramme aus der byzantinischen Periode, der Zeit der Seldschuken und Karamanogullari zugerechnetes glasiertes Geschirr und Stuckverzierungen, ferner eine der osmanischen Periode angehörende Brauttruhe aus Roggenhalmen, handgeschriebene und mit Goldauflage verzierte Korans, Waffen sowie handgewebte Teppiche und Wandteppiche sind zur Gänze im Museum zu bewundern.

Desgleichen stellt das Museum so seltene Werke wie das der späten Hettiter- Zeit zugehörige Ivriz- Felsenmonument, vergoldete Teile eines Holzsarges, der der hellenistischen Zeit zugerechnet wird und im Grabhügel von Göztepe gefunden wurde, sowie Goldmünzen aus Ephesus aus.

Adresse :
Boyacıali Mahallesi
Bulvar Caddesi No : 16
Telefon-Fax : 713 45 92

Ereğli / KONYA
 

Archäologisches Museum:

Hier wurde ein archäologisches Museum das erste Mal im Südwest-Winkel der gemischten Mittelschule im Jahr 1901 eingerichtet. Im Jahre 1927 wurden die hier gelagerten Kulturschätze zwecks Nutzung geeigneter Ausstellungsräume zuerst in das Mevlana- Museum, dann im Jahre 1953 in die Iplikci- Moschee verbracht. Das heutige Museum wurde 1962 errichtet.

Das Museum stellt beginnend mit der neolithischen Periode Werke der frühen und mittleren Bronzezeit (assyrische Handelskolonien), der klassischen Eisenzeit (Phrygier, Urartu), der hellenistischen, römischen und byzantinischen Periode aus.
 

I. Ausstellungsraum prähistorischer Werke :

1. Werke der Neusteinzeit (6500-5300 v. Chr.) :


Neben den bei Ausgrabungen in Erbaba, Süberde und Catalhöyük gefundenen Werken der Neusteinzeit finden sich in diesem Raum von Hand hergestellte Tongefäße sowie aus Obsidian und Feuerstein gefertigte Pfeil- und Speerspitzen.
 

2. Werke der frühen Bronzezeit (3000-1950 v. Chr.) :

Die dieser Periode zugerechneten Stücke wurden im Allgemeinen bei Ausgrabungen in Sizma und Karahöyük gefunden. Desgleichen sind aus der Gegend des Beysehir-Sees stammende, für die Seenregion typische Charakteristika aufweisende Gefäße zu bewundern, die in einem gerippten Stil gefertigt wurden.
 

3. Mittlere Bronzezeit, Periode der assyrischen Handelskolonien (1950-1750 v. Chr.) :

Diese Gruppe umfasst Funde aus den seit 1952 in der Umgebung Konya systematisch durchgeführten Grabungen, u. a. auf der Tonscheibe hergestellte Tongefäße in den unterschiedlichsten Formen, die Form von Weintrauben aufweisende Lampen, tiergestaltige Tongefäße, Armreifen aus Bronze und Zylindersiegel.
 

II. Ausstellungsraum der Werke aus der Eisenzeit :

1. Werke der Eisenzeit (8.-6. Jh. v. Chr.) :


Dieser Raum stellt Funde wie die im Alaaddin-Hügel bei Konya gefundene Teile von phrygischem Tongeschirr, die mit Figurenmotiven verziert sind, aus, des weiteren der phrygischen Periode zugehöriges bemaltes Tongeschirr in verschiedenen Formen, das aus Kicikisla, einem 20 km nördlich des zu Konya gehörigen Distrikts Karapinar, herstammt, ferner Bronzefibeln der Urartu- Periode, die mit figürlichen Abbildungen geschmückt sind.
Aus Kicikisla stammen neben Gefäßen der phrygischen Periode ebenfalls der lydischen Periode zugehörige bemalte Gefäße, die in verschiedenen Formen aus Ton hergestellt worden waren.
 

2. Klassische Eisenzeit (480-330 v. Chr.) :

Hierbei handelt es sich um Funde, die bei den Ausgrabungen in Kicikisla gemacht wurden, u. a. mit glänzender schwarzer Farbe bemalte Kylixe und Lekythos sowie um mit einem schwarzen Oberflächenrelief in Figurenform bearbeitete Oinokhoe.
 

3. Werke der hellenistischen Periode (330-30 v. Chr.) :

Diese Sammlung enthält verschiedenförmige, mit glänzendem Überzug versehene Teller und Schüsseln sowie eine Gefäßscherbe, die in Relieftechnik gearbeitet ist.
 

4. Bronzestatuen der römischen Periode (30 v. Chr.-395 n. Chr.) :

Dieser Schaukasten zeigt aus Bronze gefertigte Statuen des Hermes, des Eros und verschiedener Stiere, die alle der römischen Periode zuzurechnen sind.
 

III. Ausstellungsraum für Werke der römischen Periode :

1. Werke der römischen Periode (30 v. Chr.-395 n. Chr.) :

Aus dieser Zeit finden sich als hier ausgestellte Stücke ein mit Säulen verzierter Marmorsarg des Herakles der Art Sidemara, der im Yunuslar Dorf des Distrikts Beysehir gefunden wurde (250-260 n. Chr.), mit Säulen verzierter, der Sidemara Art entsprechender Marmor, der in der Konya Nekropole gefunden wurde, ferner mit Girlanden verzierter Marmor des Pamphylia Typs, des weiteren neben Steinsärgen der römischen Periode aus dem 2.-3. Jh. n. Chr. eine Poseidon-Statue, Tonsärge, der gleichen Periode zugehörige Lampen aus Ton (sind in den horizontalen Vitrinen ausgestellt), Parfümflakons, Riechfläschchen aus Glas, Duftstoffbehälter, Versuchsröhrchen, Gläser, Wasserkrüge und Armreifen aus Glas, goldene Ringe und Ohrringe, aus Edelsteinen gearbeitete Ringfassungen, ein Kamm aus Elfenbein und Manikürgeräte.
 

2. Werke der byzantinischen Periode (395-1453 n. Chr.) :

Das Museum stellt Fußbodenmosaiken aus, von denen das eine bei im Jahre 1990 in Sille, Tatköy gemachten Ausgrabungen in der Kirche von Tatköy gefunden wurde; hierbei handelt es sich um ein 6.30 x 3.50 m großes Fußbodenmosaik, das in das 6. Jh. n. Chr. zu datieren ist.. Das andere stammt aus in den Jahren 1991 und 1992 gemachten Ausgrabungen in der Kirche von Cumra, Alibeyhöyük. Ein weiterer Schaukasten zeigt bronzene Türklopfer, Kesselgriffe, Reliquien, Kreuze, Markierungssteine und Pfeilspitzen, die alle der byzantinischen Periode zuzurechnen sind.
 

IV. Im Garten ausgestellte Werke :

1. In den Umgängen aufgestellte Kulturschätze :


Der Umgang an der Tür des Museums zeigt steinerne oder marmorne Teile von Bauwerken der byzantinischen Periode, die bei Ausgrabungen in Sille und Konya gefunden wurden, Grabsteine sowie der römischen Periode (2.-3. Jh. n. Chr.) zugehörige Grabstelen.
 

2. Im Vorgarten befindliche Werke :

Im Vorgarten sind steinerne und marmorne Statuen der römischen Periode (2.-3. Jh. n. Chr.), Stein- und Holzsärge sowie Grabstelen, Urnen, Grablöwen, Kapitelle und Inschriften ausgestellt. Die wichtigsten dieser Inschriften zeigen den Besuch des Apostels Paulus in den Städten Iconium (Konya), Derbe und Lystra an.

Atatürk-Museum :


Das im Jahre 1912 an der heutigen Atatürk-Straße errichtete zweistöckige historische Gebäude wurde aus behauenen Steinen, Bruchstein und Ziegeln gebaut. Das im Jahre 1923 auf das Schatzamt eingetragenes Haus wurde als Gouverneurssitz genutzt, jedoch bei den Besuchen Atatürks in Konya immer für ihn reserviert. Die Stadtverwaltung von Konya kaufte das Haus im Jahre 1927 vom Schatzamt und widmete es am 19.7.1928 Atatürk als ein Geschenk der Bürger von Konya, die auf diese Weise ihren Dank zum Ausdruck bringen wollten. Die Eintragung im Grundbuch lautet: "Ein Geschenk der Bürger von Konya an den Staatspräsidenten Gazi Mustafa Kemal Pascha". 1940 kaufte die Verwaltung von Konya das Haus zu einem symbolischen Gegenwert und ließ es erneut als Gouverneurssitz einrichten. Bis 1963 war das Gebäude ständiger Sitz des Gouverneurs der Provinz Konya.
 

Im Jahre 1963 wurde das Gebäude an das Ministerium für Nationale Erziehung übergeben und im Anschluss daran restauriert. Ein Jahr später, am 17. Dezember 1964, wurde es unter dem Namen "Atatürk-Haus und Kulturmuseum" für Besucher geöffnet.

Auf Wunsch der Direktion des Provinz- Gratulationskomitees wurde das Atatürk-Haus aus Anlass des 100. Geburtstages Atatürks seitens der Generaldirektion für Antiken und Museen beim Ministerium für Kultur und Tourismus restauriert und einer Neuordnung der Ausstellungsräume unterzogen. Am 17. April 1982 wurde es unter dem Namen "Atatürk-Museum" eröffnet. Bei der Einrichtung des Museums wurden die Charakteristika des als Haus genutzten Bauwerkes nicht außer Acht gelassen, was aus diesem Grunde keine Veränderung der architektonischen Besonderheiten nach sich zog.
Das Museum zeigt in Dokumenten und Fotografien den Befreiungskrieg und die Rolle, die die Bürger von Konya dabei gespielt haben. Bei der im Unter- und Obergeschoß des Museums gezeigten Ausstellung wird versucht, unter Benutzung von Wandtafeln und Schaukästen eine Einheit herzustellen. Das Erdgeschoß zeigt die Besuche Atatürks in Konya in der vor-republikanischen Periode anhand von Bildern und Dokumenten.

Die Wandtafeln bringen uns die Besuche Atatürks in Konya näher und stellen seine im Gästehaus erstellten Notizen und Tagebücher sowie Fotografien und Zeitungsausschnitte aus. In den Schaukästen sind einige von Atatürks Kleidungsstücken sowie verschiedene Einrichtungsgegenstände zu sehen, die dieser bei seinen Aufenthalten stets benutzte.

Karatay- Museum (Museum für Keramikfliesen) :


Das Museum (eine frühere Koranschule) befindet sich im Distrikt Karatay im Bezirk Ferhuniye nördlich des Aladdin-Hügels an der Gerichtsstraße.
Die Karatay- Koranschule wurde im Jahre 1251 zur Herrschaftszeit von Sultan Izzeddin Keykavus II. vom Heerführer Celaleddin Karatay errichtet; jedoch ist ihr Bauherr nicht bekannt. Das zur Osmanenzeit als Koranschule genutzte Gebäude wurde zu Ende des XIX. Jh. aufgegeben.

Die Koranschule ist aus Sille- Stein in der Form einer "geschlossenen Koranschule" errichtet; in ihr wurden in der seldschukischen Periode Hadis (Prophetenüberlieferung) und Koranauslegung gelehrt. Sie besteht nur aus einem Stockwerk. Der Eingang befindet sich an der Ostseite und kann mit Hilfe einer aus hellblauem und weißem Marmor gefertigter Tür verschlossen werden. Die Tür ist ein meisterliches Beispiel für die Steinmetz- Kunst zur Zeit der Seldschuken. Sie ist mit Inschriften und unterschiedlichen Ausschmückungen überzogen. Über der Tür sind Inschriften angebracht, die sich auf den Bau dieser Koranschule beziehen. Die Türoberflächen sind ferner mit ausgewählten Versen aus dem Koran und Hadisen in Relieftechnik verziert.

Vom Haupttor aus gelangt man zuerst in einen früher mit einer Kuppel überdachten (und heute unbedeckten) Innenhof und von dort aus durch eine andere Tür in das eigentliche Gebäude der Koranschule. Der Hauptraum der Koranschule ist von einer Kuppel überdacht, deren Mitte ein Leuchter ziert und die zur Ganze mit Mosaik-Keramikfliesen überzogen ist. Die Trommeln der Kuppel, die am oberen Rand der Wände entlanglaufenden Bordüren und die auf den zu den einzelnen Zimmern führenden Türen angebrachten Paneele zieren Koranverse. Auf dem an der Westfassade des Gebäudes angebrachten Bogen der mit fünf Gewölben überdachten Vorhalle finden sich die "Basmala" und der Thronvers. In den Dreiecken schließlich, die das Übergangselement zur Kuppel darstellen, sind die Namen der Propheten Mohammed, Jesus, Moses und David, weiterhin die der vier Kalifen (Abu Bekir, Ömer, Osman und Ali) eingraviert. Das zur linken Hand der Vorhalle befindliche überkuppelte Zimmer ist das Grabmal von Celaleddin Karatay.

Ein großer Teil die die Wände der Koranschule bedeckenden Mosaikfliesen sind bereits von den Wänden heruntergefallen. Die bei der Herstellung dieser Fliesen benutzten Farben sind vor allem türkis, dunkelblau und schwarz.

Die Karatay- Koranschule, die hinsichtlich der Keramikfliesen-Herstellung in der Periode der anatolischen Seldschuken eine bedeutende Rolle spielt, wurde im Jahre 1955 als "Keramikfliesen-Museum" für Besucher geöffnet.

Die dort ausgestellten Werke gehören der anatolischen, der seldschukischen und der osmanischen Periode an. Die im Grabmal des Celaleddin Karatay sowie in den südlich davon gelegenen Zellen der hiesigen Studenten gefundenen Fliesen stammen wahrscheinlich ebenso wie die hier ausgestellten Stuckverzierungen, Keramikteller, Lampen und unverglaste Keramiken aus dem Palast von Kubad-Abad, der auf Befehl von Sultan Alaaddin Keykubad I. errichtet wurde. Nach Hinweisen von Ibrahim Hakki Konyali und Prof. Dr. Osman Turan, nach denen dieser Palast in der Umgebung von Beysehir zu lokalisieren sei, gelang es dem Direktor des Museums von Konya, Zeki Oral, im Jahre 1949 den Ort des erwähnten Palastes aufzufinden. Der Palast von Kubad-Abad, der im Anschluss an die im Jahre 1952 unter der Leitung von Zeki Oral, in den Jahren 1965-66 unter der Leitung von Katharina Dorn und im Jahre 1967 unter Leitung von Mehmet Önder gemachten Sondierungen und Ausgrabungen über lange Zeit hinweg sich selbst überlassen wurde, erfuhr im Jahre 1980 ein erneutes Interesse seitens Prof. Dr. Rüchan Arik, die wiederum an dieser Stelle mit systematischen Ausgrabungen begann. Die aus dem Palast von Kubad-Abad stammenden Keramikfliesen sind kreuz- oder halbkreuzförmig, achteckig, sternförmig und quadratisch gefertigt; sie wurden unter Verwendung von Lüster- und Unterglasurtechnik hergestellt. Aus seldschukischer Zeit stammende Überreste von Fliesen sowie in die seldschukische und osmanische Periode gehörendes Keramikgeschirr sind in der Vorhalle ausgestellt. Der unter der Kuppel befindliche Raum zeigt uns Glasteller und Teile von Keramikfliesen aus der seldschukischen Periode, Deckenverzierungen der Esrefoglu- Moschee in Beysehir und weitere, in die osmanische Periode zu datierende Keramiken.
 

Museum der Sircali- Koranschule (Grabmonumenten- Museum) :

Dieser Bau wurde in seldschukischer und osmanischer Zeit als Koranschule genutzt. Die Studentenzellen der seit dem 16. Jh. verlassen daliegenden Koranschule sind inzwischen verfallen; im 19. Jh. wurde aber der Unterricht in eigens dazu aus Ziegeln errichteten Studentenzellen wieder aufgenommen.
Im Jahre 1954 erfuhr die Koranschule ein weiteres Mal eine Restauration, wonach sie im Jahre 1960 als an das Museum in Konya angegliederte Abteilung für Grabmonumente für Besucher geöffnet wurde. Im Jahre 1969 wurde sie seitens des Ministeriums für Kulturelle Angelegenheiten ihrem Originalzustand entsprechend noch einmal restauriert.

Auch die im Garten der in den Jahren von 1988-1990 wiederum restaurierter und für die Zwecke einer Ausstellung vorbereiteten Museums befindlichen Katakomben aus byzantinischer Zeit konnten nach ihrer Instandsetzung für Besucher zugänglich gemacht werden. Das Grabmonumenten- Museum stellt vor allem Grabsteine aus der Zeit der Seldschuken, der Karamanogullari und der Osmanen aus, die aufgrund des Verlustes solcher Monumente im Laufe der Zeit nur noch sehr spärlich auf den Friedhöfen zu finden waren, und die vor allem unter historischen und kunsthistorischen Gesichtspunkten als sehr wertvolle Werke zu betrachten sind.

Das Obergeschoß des Grabmonumenten- Museums wird immer noch von der "Direktion für Monumente und Verzeichnisse" genutzt.
Die Sircali- Koranschule, die eine der bedeutendsten Koranschulen der Konya und damit Anatoliens überhaupt darstellt, liegt in der Provinz Konya im Distrikt Meram im Bezirk Gazialemsah. Diese mit offenem Innenhof, zwei Vorhallen und zwei Stockwerken ausgestattete Koranschule wurde in der Zeit von Giyaseddin Keyhusrev II. von Bedreddin Muslih erbaut. Die wichtigen Gebäudeabschnitte sind aus behauenen Steinen, die übrigen aus Bruchsteinen erbaut. Nach Durchführung der unterschiedlichsten Veränderungen wurde sie bis zum Jahre 1924 in ihrer eigentlichen Funktion als Koranschule genutzt.
Die rechteckige Vorderfassade der sich in west-östlicher Richtung erstreckenden Koranschule ist aus behauenen Steinen. Das eine Ausbuchtung nach vorne aufzeigende Hauptportal ist mit verschiedenen geometrischen Verzierungen und arabischen Schriftzeilen dekoriert. Über dem Portal ist eine Inschrifttafel angebracht, die an beiden Oberseiten mit Pendantdiven versehen ist. Zu beiden Seiten sind jeweils zwei Nischen angebracht, was der klassischen seldschukischen Bauweise eines Hauptportals entspricht. Nach Durchschreiten dieses Portals betritt man den 5- gewölbten Vorhof.

Dieser nimmt eigentlich schon die Stelle eines zweiten Vorhofs ein. Da wir uns hier im zweiten Stockwerk befinden, bleibt die mit verglasten Ziegeln und Keramikfliesen bedeckten, im Stil eines Bursa- Bogens gehaltene Gewölbedecke etwas niedrig. Zu rechter Hand befindet sich ein Grabmal, links ist ein Raum der Koranschule angebaut. Auch das Grabmal ist mit einem kuppelähnlichen Gewölbe bedeckt; ein Fenster öffnet sich nach außen, das andere schaut auf den Innenhof. Wände sowie Abdeckungen sind mit verglasten Ziegeln, die im Fischgrätemuster angeordnet wurden, verziert. Der zur linken befindlicher Raum der Koranschule ist ebenfalls mit einem fünf Kuppelgewölbt überdeckt; auch hier öffnet sich ein Fenster auf die Vorderfront des Gebäudes. Dieser Raum stellt den einzigen, heute noch erhaltenen Raum der früheren Koranschule dar.

Die Koranschule umschließt einen quadratischen Innenhof, in dessen Mitte sich ein Wasserbecken befindet. Der Innenhof ist an drei Seiten von Umgängen umschlossen. Aus den noch erhaltenen Teilen dieser Umgänge kann geschlossen werden, dass die Oberflächen der Wände mit verglasten Ziegeln und Keramikfliesen in den verschiedensten Formen bedeckt gewesen sind. Rechts und links des Innenhofes befinden sich jeweils vier Studentenzellen. Zusammen mit den im Obergeschoß befindlichen Zimmern beträgt die Anzahl der Zimmer insgesamt 16. Türen und Fenster dieser Zimmer öffnen sich auf den Innenhof.

Rechts und links der Hauptvorhalle befindet sich je ein überkuppeltes Zimmer. Diese Bauweise entspricht der der klassischen Schulen, die im Winter genutzt wurden. Die Hauptvorhalle, die den Verziertesten und prächtigsten Teil des ganzen Bauwerkes darstellt, ist in einem ziemlich guten Zustand erhalten. Nur die sechseckigen Keramikfliesen, die den Bogen der Hauptvorhalle bis zum Boden bedeckt haben, und die Fliesen des oberen Teils der Vorhalle sind vom Mauerwerk abgebröckelt und zerbrochen. Durch eine Stufe ist die Vorhalle vom Innenhof getrennt. Die Vorderfront der Vorhalle ist mit Fliesen und Schriftzügen in den unterschiedlichsten Formen bedeckt; die Inschriften geben durchweg Verse aus dem Koran wieder. In der Mitte des Sechsecks, das die Bögen schmückt, findet sich eine Inschrift über den Architekten des Bauwerks, die sagt, dass diese Koranschule von “Meister Mehmet aus Tus” erbaut wurde. Um die gesamte Vorderfront der Vorhalle ranken sich Schriftbordüren. In die Südwand der Vorhalle ist die Gebetsnische eingelassen, deren Fliesen sich aber bereits von der Wand gelöst haben. Die Keramikfliesen der Sircali- Koranschule nehmen hinsichtlich der Keramikfliesen-Kunst einen bedeutenden Platz ein.
 


Schlankes Minarett-Museum (Kunstschätze aus Stein und Holz) :

Dieses Gebäude befindet sich in der Provinz Konya im Distrikt Seldschuk westlich des Alaaddin-Hügels. Es wurde im Jahre 1264 mit der Bestimmung, dort die Lehren des Hadis zu verbreiten, vom Vezir des zu jener Zeit herrschenden seldschukischen Sultans Izzeddin Keykavus II., Sahip Ata Fahreddin Ali, erbaut. Der Baumeister des Gebäudes ist Abdullah, Sohn des Keluk.

Diese Hadis-Schule gehört zur Gruppe der Koranschulen der seldschukischen Periode, deren Innenhöfe überdacht waren und nur eine Vorhalle hatten. Das an der Ostseite befindliches Hauptportal ist eines der schönsten Beispiele für das Steinmetz- Kunst in der seldschukischen Periode.

Der über dem Portal angebrachte Bogen wird zu beiden Seiten von drei kleinen Säulen gehalten. Das Innere des Bogens ist mit Pflanzen- und geometrischen Motiven verziert.

Vom Hauptportal aus betritt man einen Raum, der mit einem Kreuzgewölbe überdeckt ist. Dieser von außen nicht sichtbare Innenraum ist das symmetrische Gegenstück zur eigentlichen Vorhalle des Gebäudes. Zwei Nischen, die an den Seitenwänden dieses Raumes angebracht sind, verleihen ihm eine besondere architektonische Ästhetik.

Vom mit einem Kreuzgewölbe überdachten Eingang aus betritt man den Sitzungssaal des Gebäudes. Der mit einer Kuppel überdeckte und in der Mitte ein Waschbecken aufweisende, quadratischen Innenhof zeigt an seiner Nord- und Südseite ebenfalls quadratisch erbaute Studentenzellen, die eine fünf- gewölbte Bedeckung aufweisen. Der Übergang zur Kuppel wurde mit Hilfe von Pendantdiven gestaltet. In die Trommel der Kuppel sind in kufischer Schrift gehaltene Koranverse eingelassen. Das Innere des Gebäudes wird mit Hilfe von quadratischen sowie schmalen länglichen Fenstern und durch den von der Decke der Kuppel herabhängenden Kronleuchter erhellt.

Gegenüber dem Eingang erhebt sich eine Vorhalle mit niedrigem Gewölbedach, die vom Innenhof durch drei Stufen getrennt ist. Zu beiden Seiten der Vorhalle befindet sich je ein quadratisch angelegtes, überkuppeltes Lehrzimmer.

Die Vorderfront dieses monumentalen Gebäudes ist aus behauenen Steinen errichtet; die Fassaden der Seitenwände sind aus Bruchsteinen erbaut. Die Verwendung von Ziegeln in den Innenräumen diente sowohl statischen als auch dekorativen Zwecken.

Von dem sich nördlich an das Gebäude anschließenden kleinen Gebetsraum ist heute nur die mit Ziegeln bedeckte Gebetsnische erhalten. Der Sockelteil des dem Gebäude seinen Namen gegeben habenden Minaretts ist mit großen, gleichförmigen Hausteinen bedeckt, der Schaft dagegen zur Gänze mit Ziegeln. Der heute noch erhaltene Wellenteil des Minaretts ist achteckig und leicht nach außen vorgewölbt. Die den Minarette Schaft umgebenden Ziegel sind aus weißer, türkisfarben bemalter Keramik hergestellt. Das Minarett wies ursprünglich zwei Umgänge auf, jedoch hat ein Blitzeinschlag im Jahre 1901 einen dieser Umgänge zerstört.

Bis zum Ende des 19. Jh. wurde diese Koranschule ihrer eigentlichen Bestimmung gemäß genutzt. Es ist bekannt, dass sie in den Jahren zwischen 1876-1899 größeren Wartungsarbeiten unterzogen wurde. Im Anschluss an verschiedene Restaurationsarbeiten, die zur Zeit der Republik im Jahre 1936 begonnen hatten, wurde das Gebäude im Jahre 1956 als Museum für Stein- und Holzkunstwerke eröffnet.

Im Museum sind in Schnitztechnik gefertigte, auf Holz und Marmor gearbeitete Bau- und Wartungsinschriften der Seldschuken und Karamanogullari, in der Festung Konya gefundene Hochreliefs, Fenster- und Türflügel aus Holz, die mit in Schnitztechnik herausgearbeiteten Pflanzen- und geometrischen Motiven verziert sind, Beispiele verzierter Holzdecken sowie aus Marmor gearbeitete Grabstelen und -särge ausgestellt.

Der zweiköpfige Adler, ein Symbol der Seldschuken, deren Hauptstadt für einige Zeit Konya war, sowie geflügelte Engelsfiguren zählen weiterhin zu den schönsten Stücken, die in diesem Museum zu besichtigen sind.

Ethnografisches Museum:

Das eigentlich zum Zwecke der Grundschulausbildung errichtetes Bauwerk wurde im Jahre 1975 unter dem Namen Ethnografisches Museum eröffnet. Das Kellergeschoß des dreistöckigen Gebäudes umfasst einen Fotoraum, ein Archiv, verschiedene Lagerräume, einen Heizungsraum sowie eine Abteilung für Teppiche und Wandteppiche, die aber noch nicht vollständig fertig gestellt und deren Eröffnung für das Jahr 1998 geplant ist.

Das Erdgeschoß umfasst die Ausstellungsräume und den unter Leitung von Dr. Mehmet Önder eingerichteten Konferenzsaal, im Obergeschoß finden sich Büros, Verwaltungseinheiten, eine Bücherei sowie Lagerräume für Ausstellungsgegenstände.

Der Ausstellungsraum zeigt ethnografische Werke, die auf dem Wege des Ankaufs, als Geschenk und auch durch Überlassung anderer Museen in dieses Museum verbracht werden konnten und von denen die meisten aus Konya selbst oder aus der unmittelbaren Umgebung stammen.

Unter den Ausstellungsstücken finden sich gehäkelte Spitzen, Geldbeutel in verschiedenen Ausführungen und in verschiedener Größe, aus unterschiedlichen Materialien hergestellte und auf eben solche Weise bestickte Einschlagtücher, viele Arten von Kopftüchern, Schals und Gesichtsschleiern, Musterbeispiele türkischer Stoffe, bestickte Braut- und Festkleider, Bortenbesetzte Jacken, Kaftans, Beispiele für Unterwäsche und weite Pluderhosen, Beispiele für Frauenschmuck wie Gürtelschnallen, Armreifen, Fes-Halter, Kopfschmuck aus Münzen, der weiteren Kaffeetassen und -töpfe, Pfannchen zum Rösten des Kaffees, Kaffeemühlen, Sets für die Kaffeezubereitung, irdenes Küchengeschirr sowie solches aus Glas und Porzellan, Utensilien für das Bad, Kerzenhalter, Weihrauchgefäße und Rosenwasser-Sprinkler, aus verschiedenen Materialien hergestellte Gebetsketten, Schreibgeräte und Utensilien für die Schönschreibekunst, Truhen und Koranschemel, Schönschriftbeispiele sowie Schrifttafeln, mit Perlmutt eingelegtes Mobiliar aus Holz sowie verschiedene dazugehörige Gegenstände, Beispiele für Teppiche, Wandteppiche und Vorleger der seldschukischen, osmanischen und republikanischen Periode, Waffen der osmanischen und republikanischen Periode wie Pfeil und Bogen, Köcher, Dolch, Schwerter, Ladegewehre und -pistolen sowie die zum Gebrauch dieser Waffen benötigten Utensilien.

Hagia Helene-Kirche in Sille:

Sille ist ein Siedlungsgebiet in der Provinz Konya im Bereich des Distriktes Seldschuk, 7 km vom Stadtzentrum entfernt.
Im Jahre 327 n. Chr. besuchte die Mutter des damaligen byzantinischen Kaisers Konstantin, Helena, auf ihrer Pilgerreise nach Jerusalem auch Konya. Hier sah sie reich verzierte Tempel der frühchristlichen Zeit und beschloss für die Christen auch in Sille ein solches Gotteshaus errichten zu lassen.
Sie selbst wohnte der Feier anlässlich der Grundsteinlegung dieser Kirche im Namen des Mihail Arkhankolos bei. Da die Kirche über die Zeit hinweg mehrmals restauriert wurde, ist sie heute noch erhalten.

Angebracht an der Oberseite des Kircheninnenraums, gibt uns eine in hellenischer Schrift gehaltene türkische Inschrift Auskunft über Bau und Werdegang dieser Kirche. Die Inschrift ist in das Jahr 1833 datiert. Oberhalb dieser Inschrift befindet sich eine weitere, die uns in drei Zeilen mitteilt, dass die Kirche z. Z. der Herrschaftsperiode von Sultan Mecit ein viertes Mal erneuert worden war.

Die Kirche wurde unter Verwendung von regelmäßigen Hausteinen aus Sille erbaut. In ihrem Innenhof finden sich in die Felsen eingelassene Zimmer. Die sich nach Norden öffnende Eingangstür der Kirche führt in den äußeren Narthex. Hier sieht man Steintreppen, die zu beiden Seiten in die Frauenabteilung hinaufführen. Die Zentralkuppel der Kirche ruht auf vier massiven Säulen; die Kirche selbst ist dreischiffig. Das Innere der Kirche beherbergt einen mit Stuck verzierten Predigerstuhl aus Holz sowie ein mit Stuck verziertes Holzgitter, das die Apsis vom Hauptraum trennt; auch diese Konstruktion ist als ein Meisterwerk zu betrachten. Auf den Übergängen in die Kuppel und den Stützpfeilern finden sich Abbildungen von Jesus, der Maria und den 12 Aposteln.

Eflatun- Quelle- Monument ::


Dieses Monument befindet sich in der Provinz Konya im Distrikt Beysehir im Dorf Eflatunpınar. Das erste Mal machte W. J. Hamilton im Jahre 1849 Wissenschaftler auf das Bauwerk aufmerksam. Später veröffentlichten F. Sarre und J. Garstang Publikationen zu diesem Bauwerk.

Das Monument hat die Form eines Reliefs auf quadratischen Steinblöcken, die sich auf den Endpunkten eines Aquädukts erheben. Diese Reliefs, von denen inzwischen nicht mehr viel zu erkennen ist, sind auf vierzehn große Steinquader an der Vorderseite des Bauwerks eingelassen. Der Grundplan des Monuments ist nicht bekannt.

Dieses Monument ist kleiner als die meisten anderen freistehenden Monumente. Das Relief ist nicht in natürliche Steinquader eingelassen, sondern durch die Zusammensetzung von mit Figuren versehenen Steinblöcken entstanden. Das Entstehungsdatum des Wasserbeckens dieses Monuments, das sich direkt neben einer Wasserquelle befindet, ist nicht bekannt.

Fasıllar:

Das Fasıllar- Monument befindet sich am westlichen Abhang eines nördlich des Dorfes Fasıllar gelegenen Hügels im zu Konya gehörenden Distrikt Beysehir. Ramsay hat über dieses Monument geforscht und Veröffentlichungen herausgegeben. Es wurde aus einem Basaltblock von etwa 70 t Gewicht erbaut. Da sich das Monument in der Nähe eines vormals betriebenen Steinbruches erhebt, ist die Vermutung entstanden, dass es eigentlich an einem anderen Orte aufgestellt werden sollte, aber aus nicht bekannten Gründen an diesem unpässlichen Ort belassen wurde. Das Monument zeigt einen Haupt- und einen Nebengott sowie zwei Löwen.

Das eine Bein des Gottes ruht auf dem Löwen, das andere (linke) Bein ruht auf der Gestalt des Berggottes. Gleich neben dem Berggott ist ein weiterer Löwe abgebildet, der der ersteren ähnelt.

Da einige Stellen des Monuments keine Detailbearbeitung aufweisen und wiederum andere nur in sehr grober Weise bearbeitet worden sind, so liegt die Vermutung nahe, dass das Monument zu dem Zweck, es an einer weit sichtbaren Stelle zu platzieren, gefertigt worden war.

Hettitische Monumente sind in der Regel in einen natürlichen Felsen eingelassen, der zuerst geglättet und dann mit Reliefwerken verziert wurde. Jedoch zeigt das Fasıllar- Monument figürliche Abbildungen auf einem großen, aus nur einem Stück bestehenden Felsblock.

Wegen der Ähnlichkeit den auf dem Monument abgebildeten Figuren mit denen der Figuren des Eflatunpınar- Monuments und den in Alacahöyük gefundenen Orthostaten wird vermutet, dass es sich hier um ein Überbleibsel aus der Periode Tuthalia IV. handelt.

Karahöyük:

Einer der wichtigen historischen Schauplätze in der Provinz Konya, die bis heute erforscht wurden und noch weiter erforscht werden müssen, ist Karahöyük. Der Ort hat seinen Namen vom benachbart gelegenen Dorf Karahöyük erhalten. Dieses 15 km nordöstlich des Provinzzentrums an der nach Hatip führenden Straße gelegenes Dorf ist heute innerhalb der Grenzen der Provinz Konya verzeichnet.

Wissenschaftliche Arbeiten in Karahöyük begannen am 17.9.1953 unter der Leitung von Prof. Dr. Sedat Alp in Zusammenarbeit mit dem Türkischen Geschichtszentrum, des der Ankara-Universität angegliederten Forschungszentrums für Mittelanatolien sowie der Generaldirektion für Staatliche Museen. Im Jahre 1959 und von 1967-1970 ruhten die Ausgrabungen, die aber danach erneut aufgenommen wurden.

Karahöyük war wie heute auch schon in früheren Zeiten ein wichtiger Kreuzungspunkt, an dem sich die von Nord nach Süd und von West nach Ost führenden Wege trafen. In der Zeit des Hettiterreiches ist die Region Konya an Kulturformen der Göttin Huassana von Hupisna (Eregli “Kybistra”) gebunden und gehört zur Sprachengruppe der Luvi.

Die bis heute in Karahöyük herausgeholten Funde geben Auskunft über kulturelle und Handelsbeziehungen jener Zeit. Hinsichtlich der Siegelkunst der prähettitischen Periode stellt die südliche Region Mittelanatoliens das wichtigste Zentrum dar. Wandbemalungen, Geschirrmarkierungen und spezielle Siegel sind hilfreich bei der Erforschung der frühen Perioden anatolischer Schriftkunst. Weitere Funde zeigen uns Wasserkrüge mit schnabelförmiger Tülle, Tassen, Wasserkrüge mit blütenförmigem Rand, Libations. Gefäße und Geschirr in der Form von Traubendolden. Hufeisenförmige, versiegelte Altäre, Herde und halbmondförmige Spangen und Schaufeln zählen zu den charakteristischen Werken jener Zeit.

Das Ergebnis der Forschungen förderte 27 Bebauungsschichten zutage, wobei der eigentliche Mutterboden in der als C-Grube bezeichneter Schicht in 29.10 m Tiefe lokalisiert wurde. Oberhalb dieses Mutterbodens erhebt sich eine 1.5 m dicke Schicht, die die gesamten dort gefundenen Kulturschichten enthält.

Die einzelnen Schichten:

Die Schichten I-III enthielten Materialien des ersten Viertels des 2. Jahrtausends v. Chr. Die in der ersten Schicht gefundenen Stempelsiegel lassen sich in das Endstadium der Periode der assyrischen Handelskolonien datieren.

Die Schichten IV-XI zeigten Funde von Keramiken, die unter dem Namen “Intermediate (Zwischenschicht)” bekannt sind. Diese Keramiken sind am dichtesten in der V. und VI. Schicht gelagert.

Die Schichten XII-XXII enthalten Keramiken von der Art, die von Blegen als “frühe ägäische Keramik” bezeichnet hat und die auch in den mittleren und späten Abschnitten von Troja 1 gefunden wurden.

Die Schichten XXII-XXVII schließlich enthalten trotz ihrer Funde, die noch aus der Vorzeit der Zivilisation von Troja 1 stammen, keine charakteristischen Werke des Kalkolithikums.

Diese Funde zeigen uns, dass Karahöyük in der frühen und mittleren Bronzezeit ein Siedlungsgebiet war, auf dem sich in ununterbrochener Folge Kulturformationen niedergelassen hatten. Die erhaltenen Funde legen dar, dass Karahöyük kulturelle und Handelsbeziehungen zu solchen Siedlungsgebieten wie besonders der Kappadozien- Region um Kültepe in der Gegend des Roten Flusses, zu Alisar, Bogazköy, Avcemköy, Gordion, Troja, Karatas Semahöyük, Tarsus, Tell-Acana, zu Zypern, Syrien, Mesopotamien und zur griechischen Inselwelt unterhielt. Zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. wurde Karahöyük sehr wahrscheinlich von mit den Luvi vermischten hettitischen Ethnien bewohnt, die unter dem Einfluss der Hettiter standen.

Palast von Kubad-Abad :

Der Palastkomplex von Kubad-Abad, von dem schon der berühmte seldschukische Historiker Ibn Bibi in seinem Werk “Seldschukname” sprach und der auf Anordnung des Sultans Alaaddin Keykubad I. (1220-1236) erbaut wurde, ist der bis heute einzig erhaltene Palastbau der Seldschuken. Kubad-Abad, das zur Zeit der anatolischen Seldschuken neben einer Stadt gleichen Namens angelegt worden war, wurde in späterer Zeit verlassen und versank im Dunkel der Geschichte.

Nach Hinweisen von Ibrahim Hakki Konyali und Prof. Dr. Osman Turan, nach denen dieser Palast in der Umgebung von Beysehir zu lokalisieren sei, gelang es dem Direktor des Museums von Konya, Zeki Oral, im Jahre 1949 den Ort des erwähnten Palastes aufzufinden. Der Palast von Kubad-Abad, der im Anschluss an die im Jahre 1952 unter der Leitung von Zeki Oral, in den Jahren 1965-66 unter der Leitung von Katharina Dorn und im Jahre 1967 unter Leitung von Mehmet Önder gemachten Sondierungen und Ausgrabungen über lange Zeit hinweg sich selbst überlassen wurde, erfuhr im Jahre 1980 ein erneutes Interesse seitens Prof. Dr. Rüchan Arik, die wiederum an dieser Stelle mit systematischen Ausgrabungen begann. Die im Palastkomplex von Kubad-Abad in der Umgebung des kleinen Palastes von Prof. Dr. Rüchan Arik begonnenen Ausgrabungen bewiesen, dass der des Weiteren ausgegrabene Mädchenturm und das Umland von Kubad-Abad in Verbindung mit dem Palastkomplex standen. Desgleichen wurden auch im Seldschuken- Pavillon von Malanda Untersuchungen und Ausgrabungen vorgenommen.

Während der o. erw. Ausgrabungstätigkeiten wurden das Hauptgebäude des Mädchenturms, Keramikfliesen der dort befindlichen Bäderabteilung, wichtige Teile des am Ufer des Sees gelegenen Palastkomplexes sowie bauliche Überreste aus der Umgebung des kleinen Palastes zutage gefördert. Außerdem wurde durch die am Malanda- Pavillon durchgeführten Sondierungsarbeiten der Grundriss des noch vorhandenen Teils des Bauwerkes erschlossen. Die Ausgrabungen brachten zahllose Fliesen, Keramiken, Stuck, Glasgefäße und Münzen der seldschukischen Periode ans Tageslicht. Unterhalb der seldschukischen Siedlungsschicht in der Umgebung des kleinen Palastes fanden sich prähistorische Überreste und weitere Funde kleineren Ausmaßes.

Die antike Stadt Astra im Landkreis Hadim Bolat in Konya:

Die antike Stadt Astra liegt auf dem Temasalik- Hügel im Landkreis Bolat des Distrikts Hadim in der Provinz Konya. Sie ist 7 km nordwestlich (Vogelfluglinie) von Hadim und 5 km südwestlich im Landkreis Bolat zu lokalisieren.

Da hier meistens illegale Ausgrabungen durchgeführt wurden, stellte man für das Gebiet schließlich im Jahre 1966 einen Wachposten ab. Es wurde der Direktion des Museums von Konya unterstellt und als Ruinenfeld ausgewiesen.

Verkehrsverbindungen :

Auf der asphaltierten Straße, die am 17 km nach Hadim gelegenen Kreuzungspunkt der Verbindungsstraße Konya- Hadim westwärts führt, erreicht man den Landkreis Bolat; von hier gelangt man auf einem 6 km langen Feldweg zum Pferdeplatz. Nach einem etwa 4 km langen, steilen und abschüssigen Trampelpfad, der nur zu Fuß begehbar ist, erreicht man schließlich den Temasalik- Hügel mit der Stadt Astra.

Wissenschaftliche Forschungsarbeiten :


Die antike Stadt Astra wurde zum ersten Mal im Jahre 1885 von Sterret entdeckt. Dieser hatte sich jedoch nur auf die Erforschung der Inschriften konzentriert, von denen er sieben ausgegraben hatte. Mit Hilfe dieser Inschriften wies er nach, dass der Name der Stadt Astra gelautet haben musste. Später entdeckte die Forscherin Hereward zwei weitere Inschriften, und im Jahre 1966 wurden von Mitford noch einmal 16 Inschriften aufgefunden. Mit Ausnahme des Lesens einiger Inschriften wurden aber in der Stadt Astra keine weiteren wissenschaftlichen Arbeiten vorgenommen; erst 1992 begannen unter der Leitung des Archäologen Osman Ermisler Säuberungs- und Sondierungsarbeiten, die dieser durch ein Team ausführen ließ. Diese Arbeiten wurden auch in den Jahren 1993 und 1994 fortgeführt. So wurde der Grundriss der Stadt zutage gefördert, die Spuren vorheriger Plünderungen so weit wie möglich beseitigt und die Bauwerke geortet und definiert. Ausgrabungen förderten Kirche und Auditorium zutage, von denen Pläne und Verzeichnisse erstellt wurden. Es zeigte sich, dass die Nekropole zwei typische Isaura- Gräber enthielt. Durch genaues Studium der Inschriften konnte schließlich bewiesen werden, dass die Stadt sich selbst verwaltete und als ein dem Isaurus- Kult verbundener Ort gelten musste. Der geöffnete Keramik-Brennofen gab Hinweise darauf, dass hier zur Astra- und römischen Periode Keramik hergestellt wurde.

Lage :


Die antike Stadt Astra liegt im nördlichen Abschnitt des Tauros- Gebirges in der Region Isaura. Sie bildete mit zwei weiteren wichtigen Städten der Provinz Isaura, Isaura und Astanada, ein wichtiges Handelsdreieck; o. erw. Städte sind von Astra aus mit bloßem Auge zu erkennen. Durch eine Inschrift, die Hinweise auf eine von einer reichen Person aus Isaura gemachte Tempelspende enthielt, konnte das Bestehen von Beziehungen zu Isaura nachgewiesen werden. Handelsbeziehungen zum pysidischen Antiochia ergaben sich aus den Funden von zwei Antiochia- Münzen der römischen Zeit.
Die Stadt liegt auf dem ebenen Gipfel des sich in west-östlicher Richtung erstreckenden Temasalik- Hügels, der sich 1760 m hoch erhebt. Die sich in der Mitte des Gipfels in west-östlicher Richtung länglich erstreckende Agora zeigt an ihren beiden Enden eine Aufreihung von wichtigen Gebäuden. Die Umgebung ist mit Bruchsteinen aufgefüllt, und am östlichen, südlichen und nördlichen Abhang des von hohen Mauern umgebenen Hügels liegen viele der römischen Periode zuzurechnende private Gebäude und Häuser im Erdreich vergraben. Eine westlich gelegene und eine östlich gelegene Nekropole sind zu sehen. Diese zeigen in großer Zahl Urnenstelen und Grablöwen. Am Westrand der westlich gelegenen Nekropole und an den Ostabhängen des sich südwestlich davon befindenden Kuralan- Hügels sind die Almhütten des Dorfes Bolat angesiedelt. Diese aus einfachen Bruchsteinen ohne Füllmaterial und mit Erde bedeckten Almhütten, die nur einen Raum aufweisen, wurden vor etwa 80-100 Jahren errichtet und sind heute größtenteils verfallen.

Bauwerke der Stadt :


Der Weg, der seinen Ausgang von der Devler Gedigi- Ebene nimmt, die der westlichen Nekropole benachbart ist, führt in den mittleren Abschnitt der am Südabhang des Temasalik- Hügels gelegene Mauer. Dieser Weg ist steil und eng. Am Eingang der Stadt führt ein Tor auf die Agora. Am südlichen Rand der Agora erstreckt sich der Marktplatz, in östlicher Richtung sind Überreste des Tempels des Zeus Astragos zu sehen. Gegenüber der Tür im westlichen Abschnitt der Agora finden sich zwei Heroon- Überreste. Westlich an die Agora schließt sich die hoch gelegene, von hohen Mauern umgebende Festung an. Der durch einen Bogen abgeschlossener Eingang dieser Festung befindet sich an der Ostseite. Im nördlichen Abschnitt der Festung ist eine weitere Tempelruine zu sehen. Dass hier einmal ein Tempel stand, ergab sich aus der dort gefundenen Inschrift.

Am nordwestlichen Rand der Agora ist das aus römischer Zeit auf uns gekommene Auditorium angelegt. Östlich anschließend an das Auditorium, das halbkreisförmig erbaut wurde und einen Durchmesser von 8 m mit 9 Stufenreihen aufweist, wurde im 5.-6. Jh. n. Chr. eine Kirche errichtet, die den Grundriss einer dreischiffigen Basilika zeigt und als Folge von Aufräumarbeiten gefunden wurde. In jener Zeit wurde das Auditorium vermutlich auch als Versammlungsort für Kirchenbesucher genutzt. Das östliche Tor der Stadt führt zur östlich gelegenen Nekropole. Am östlichen Rand dieser Nekropole findet sich ein Monumentalgrab, dessen westlich gelegener Eingang von hohen Mauern umgeben ist. Das Innere dieses Grabes zeigt einen Schiffssarkophag. Nordwestlich dieses Grabmals sieht man ein Heroon. Durch den an gleicher Stelle geöffneten Keramikbrennofen konnte bewiesen werden, dass hier in römischer Zeit im 2.-3. Jh. n. Chr. Keramik produziert worden war. Nur Brennrost und Brennkammer sind noch erhalten. Die im Ofen gefundenen bedruckten Schüsseln und Geschirrteile sind sehr interessante Kunstwerke.

Weitere Ausgrabungen in der antiken Stadt Astra können für die Archäologie sehr interessante Ergebnisse zeitigen.

Catalhöyük:

Catalhöyük liegt an den Grenzen des Distrikts Cumra der Provinz Konya 10 km im Osten des Landkreises. Der eigentliche Grabhügel setzt sich zusammen aus einem ebenen Hügel und zwei Hügeln unterschiedlicher Höhe. Aus diesem Grund verglich man den Hügel mit der Form einer Gabel, was zu der gen. Namensgebung führte. Catalhöyük wurde im Jahre 1958 von J. Mellaart entdeckt, der in den Jahren 1961-1963 dort Ausgrabungen leitete. Im Ergebnis der am Westabhang des höher gelegenen Hügels gemachten Ausgrabungen zeigte sich, dass hier ein Ort mit 13 Besiedlungsschichten vorliegt. Die erste Besiedlungsschicht kann auf die Jahre 5500 v. Chr. datiert werden. Diese durch stylkritische Vergleiche ermittelte Datierung wurde auch durch die C-14-Methode bestätigt. Diese besonderen Funde einer frühen Besiedlung, des frühen Hausbaus und der frühen Errichtung von Tempeln zeigen uns, dass hier ein Zentrum vorliegt, das Licht auf die Geschichte der Menschheit zu werfen vermag.

Die am besten erforschten Siedlungsschichten sind die 7. und die 11. Schicht. Die mit quadratischen Mauern umgebenen Häuser wurden nebeneinander erbaut. Gemeinsame Mauern gab es aber nicht, denn jedes Haus verfügte über seine eigenen Mauern. Die Häuser weisen einzelne Grundrisse auf; im erforderlichen Falle wurde ein weiteres Haus daneben errichtet. Aufgrund der zusammengefügten Mauern der einzelnen Häuser waren in der Stadt keine Straßen oder Gehwege vorhanden; der Zugang zu den Häusern war nur über die Flachdächer möglich. Die Stadt schützende und sie umgebende Festungsmauern wurden nicht gefunden. Die für den Hausbau verwendeten Materialien waren Ziegel, Holz und Schilfrohr. Die Tiefe der Häuser ist nur von geringem Umfange. Zwischen den einzelnen Hauswänden wurden jedoch auch Hinweise auf gepflanzte Bäume gefunden. Dieses Baumgeflecht bereitete sich dann über die gesamten Dächer aus, deren eigentliche Bedeckung aus auf Schilfrohr festgestampfter Tonerde bestand. Die Häuser waren einstöckig, und der Zugang vom Dach aus erfolgte mit Hilfe einer Leiter durch ein dort befindliches Eingangsloch. Jedes Haus bestand aus einem Zimmer und aus einem Vorratsraum. Im Inneren der Zimmer waren viereckige Öfen, am vorderen Teil der Hauswände etwa 10-30 cm hohe Steinbänke und in den Wänden quadratische Nischen angebracht. Die Wände waren verputzt und mit weißer Farbe gestrichen, auf die man dann mit gelber, roter oder schwarzer Farbe malte. Als heilig gehaltene Zimmer waren größer als die übrigen. Neben den auf den Wänden dieser Häuser befindlichen Zeichnungen waren Stier-, Widder- und Hirschköpfe mit festgestampftem, zur Konservierung dienendem Ton befestigt; Siegesabzeichen wurden auf die Wand appliziert. Außer den erwähnten Abbildungen finden sich auch in Relieftechnik herausgearbeitete Menschen- und Tierfiguren. Früheste Wandmalereien in Catalhöyük wurden in der 10., spätere in der 11. Siedlungsschicht gefunden. Jedoch enthielten die 5.-7. Siedlungsschicht die schönsten und als am weitesten entwickelt zu betrachtenden Malereien. Diese stellen die Fortführung der Tradition der Felsenmalerei dar, die von im Paläolithikum lebenden Menschen auf die Wände der von ihnen bewohnten Höhlen aufgetragen wurden. Sie sind gewöhnlich im Glauben an den Segen und die Wohltaten einer Jagd entstanden. Mit Beginn der späten Periode zeigen diese Wandmalereien weniger Szenen aus dem häuslichen Leben als vielmehr Vogelmotive und geometrische Muster.

Es wird vermutet, dass die auf den Wänden abgebildeten kopflosen Menschenfiguren, die von Geiern zerrissen werden, mit den Gebräuchen des Leichenbegräbnisses zusammenhängen. Die Knochen, die nach dem Verzehr der fleischlichen Teile durch die Geier als gereinigt angesehen werden konnten, wurden gesammelt, in Schilfmatten eingewickelt und anschließend unter den im Haus befindlichen Zeichen vergraben. Bei unterhalb dieser Zeichen gemachten Ausgrabungen traten zahlreiche Skelette zutage. Als Grabbeigaben wurden aus Knochen hergestellte Werkzeuge, bunte Steine, Steinäxte als Schneidwaffe und aus Muschelschalen gefertigter Schmuck dem Toten beigelegt. Die bei Ausgrabungen in Catalhöyük gefundenen Figürchen in Form von Statuen geben uns eigenständige Informationen über die Kultur einer Muttergottheit sowie die Anfänge dieser ihrer Verehrung und über den Glauben jener Zeit. Diese Statuettenfigürchen, die aus gebranntem Ton und Stein hergestellt worden waren, sind zwischen 5-15 cm groß. Sie zeigen dicke Frauen mit großen Brüsten und weit ausladenden Schenkeln, die manchmal auch im Zustand des Gebärens abgebildet worden waren. Diese so dargestellten Besonderheiten zeigen Wohlstand und Segen an. Fast alle in Catalhöyük gefundenen Werkzeuge wie Äxte und flache Teller waren aus gebranntem Ton oder aus Stein gearbeitet; sie zeigen ebenso wie die zu Dekorationszwecken dienenden Armreifen und Halsketten in Hochrelieftechnik gearbeitete Motive der Segensgöttin. Die am gleichen Ort gefundenen schwarzen und ziegelroten Schüsseln und Gefäße wurden ohne Verwendung der Tonscheibe aus grobkörnigem, gebranntem Ton hergestellt. Auch die Muttergöttin und andere heilige Tierfiguren bestanden aus gebranntem Ton. Zu den wichtigsten, in Catalhöyük gebrauchten Werkzeugen zählen aus Knochen gefertigte Schneid- und Bohrwerkzeuge sowie Pfeil- und Speerspitzen aus Obsidian.

Bis zum Jahre 1996 waren die Ausgrabungen in Catalhöyük unterbrochen; mit Beginn dieses Jahres wurden sie unter der Leitung von Ian Hodder durch das Britische Archäologisches Institut wieder aufgenommen. Die bei Ausgrabungen gefundenen Kulturschätze befinden sich alle im Archäologischen Museum zu Konya, wobei ein Teil von ihnen in den Ausstellungsräumen zu besichtigen ist, der andere Teil in den Lagerräumen seiner Restauration und Ausstellung harrt.

 

 

Konya -Museum des ehemaligen Westfrontquartiers in Akşehir

 

Atatürk

Atatürk Museen

Konya - Museum des ehemaligen Westfrontquartiers in Akşehir

Nachdem die Türken in der Sakarya Schlacht als Sieger hervorgegangen waren und die Feinde sich nun östlich der Afyon- Eskişehir Linie aufstellten, wurde das Hauptquartier der Westfront von Dorf Alagöz nach Akşehir verlegt. Am 18. November 1921 etabliert sich das Quartier im Gebäude der Stadtverwaltung von Akşehir und nimmt hier sofort bis zu seinem Abmarsch für den großen Angriff am 24.8.1922 seine Tätigkeit auf. Die folgenden neun Monate vergehen mit Vorbereitungen, Planungen und Treffen wichtiger Entscheidungen. Während dieser Zeit kommt Mustafa Kemal etliche Male nach Akşehir, um die Vorbereitungen zu prüfen und zu koordinieren. Das Stadthaus wurde in den Jahren von 1904 – 1905 vonseiten des damaligen Bürgermeisters Bostan Bey erbaut. Auf einem Steinfundament errichtet, bestehen die Wände aus Backsteinen und Gips. Im östlichen und südlichen Teil des Erdgeschosses hatte man die Vorderfronten der dort befindlichen Läden geschlossen und daran jeweils eine große Schautafel angebracht, an der die Strategie des geplanten großen Angriffs verdeutlicht wurde.

Dieses Quartiersgebäude, Zeuge von Hoffnung und Widerstand, wurde im Jahr 1965 nach dem Auszug der Stadtverwaltung dem Kulturministerium gestiftet, mit der Auflage, dass man es in ein Museum umwandeln sollte. Nach etlichen Renovierungsarbeiten konnte am 5.7.1966 hier das “Atatürk und Ethnografische Museum” für Besucher geöffnet werden. Seinen heutigen Namen erhielt es, nachdem es 1981 noch einmal restauriert und neu ausgestattet worden war.

Heute befindet sich im Erdgeschoss die Verwaltung. Das obere Stockwerk präsentiert sich uns noch ganz authentisch mit originalgetreuer Einrichtung wie zu der Zeit, als das Hauptquartier hier untergebracht war. In der linken Ecke befindet sich das Arbeitszimmer Atatürks, wo er die wichtigen Entscheidungen zum großen Angriff getroffen hat. Die beiden daran angrenzenden Zimmer wurden jeweils von dem Quartier Befehlshaber Ismet Inönü und dem Chef des Generalstabs Asım Gündüz benutzt. Heute sehen wir die Wachsfigur von Ismet Paşa an seinem Schreibtisch sitzen. In dem anderen Raum gibt es in einer Vitrine Geschenke, die Atatürk damals überreicht worden waren, sowie einige Privatgegenstände und seine Waffen.

In den restlichen vier Zimmern sind Biografien der damals im Quartier arbeitenden Offiziere ausgestellt, sowie Auszüge aus den Reden Atatürks, Schrifttafeln, Fotografien, Landkarten, Dokumente und Waffen.

 

Konya - Atatürk- Museum

 

Atatürk

Atatürk Museen

Konya - Atatürk-Museum


Das historische zweistöckige Gebäude an der Atatürk Straße wurde 1912 aus Steinquadern, Bruch- und Backsteinen errichtet. 1923 ging es in Staatsbesitz über und wurde fortan als Gouverneurssitz benutzt. Während der Aufenthalte Atatürks in Konya wurde es ihm zur Verfügung gestellt. 1927 kaufte die Stadtverwaltung dem Fiskus das Haus ab, um es am 19.7.1928 Atatürk, als Ausdruck der Dankbarkeit der Bürger von Konya, zu schenken. In der Grundbucheintragung steht: Geschenk der Bürger von Konya an den Staatspräsidenten Mustafa Kemal Paşa. 1940 wurde die Residenz zu einem symbolischen Preis wieder zurückgekauft und dem Gouverneursamt vermacht. Bis 1963 hatte es wieder eine Funktion einer Gouverneursresidenz.
Im Jahre 1963 wurde das Gebäude dem Erziehungsministerium überschrieben, restauriert und ein Jahr später als “Atatürk-Haus – Kulturmuseum” dem Publikum zugängig gemacht. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Atatürks hatte die an das Ministerium für Kultur und Fremdenverkehr angegliederte Verwaltung für historische Schätze und Museen, auf Anregung des Festkomitees hin die Ausstellungsstücke neu geordnet und ergänzt, sodass das Museum am 17. April 1982 in einer neuen Aufmachung zum Besuch einlud. Bei den Erneuerungen hatte man vor allem Wert darauf gelegt, die Originalität als Wohnhaus mit Umbauten nicht zu verändern und so ist das “Atatürk-Museum” weitgehend authentisch geblieben. In den Ausstellungen wird versucht, die Rolle, die Konya und seine Bürger während des Freiheitskrieges gespielt haben, anhand von Fotografien und Dokumenten anschaulich zu gestalten. Im unteren und oberen Stockwerk hat man sich bemüht, die Anordnung in Vitrinen und Schautafeln möglichst harmonisch miteinander zu verbinden. An den Schautafeln sind Zeitungsausschnitte, Tagebuchnotizen, Dokumente und Fotos Atatürks zu sehen, in den Vitrinen Kleidungsstücke und persönliche Dinge Atatürks. Das Erdgeschoss ist Dokumenten und Fotos gewidmet, die sich auf Atatürks Besuche in Konya vor Gründung der Republik beziehen.

 

 

 

LEBENSGESCHICHTE MEVLANAS (1207-1273)

Mevlâna wurde am 30. September 1207 in der Gegend von Horasan, in Belh geboren, der jetzt innerhalb der Grenzen von Afghanistan liegt.
Der Vater von Mevlâna gehörte zu den prominentesten Persönlichkeiten der Stadt und wurde bei seinen Lebzeiten als “Sultan der Gelehrten“ genannt und hieß Bahaeddin Veled der Sohn von Hüseyin Hatibî.

Seine Mutter war die Tochter von Rükneddin Emir von Belh und hieß Mümine Hatun.
Der Sultan der Gelehrten Bahaeddin Veled musste, wegen einigen politischen Fällen und wegen der annähernden mongolischen Besatzung Belh verlassen. Der Sultan der Gelehrten hat in den Jahren 1212 oder 1213 mit seiner Familie und näheren Freunde Belh verlassen.

Die erste Station von Sultan der Gelehrten wurde Nişâbur. In der Stadt Nişâbur begegnete er dem bekannten Mystiker Ferîdüddin Attar. Hier hat Mevlâna, trotz seinem jungen alter das Interesse von Ferîdüddin Attar erweckt und verdiente seine Anerkennung.

Der Sultan der Gelehrten gelang von Nişâbur nach Bagdad und danach über Kûfe nach Kaaba. Nachdem er seine göttlichen Wallfahrtspflichten erfüllte, besuchte er beim Rückweg Damaskus. Nachdem er Damaskus besucht hatte, kam er über Malatya, Erzincan, Sivas, Kayseri, Niğde nach Larende (Karaman) an.

In Karaman ließ er sich in der Medresse nieder, die vom städtischen Oberinspektor Emir Musa gebaut wurde.

Der Sultan der Gelehrten und seine Familie, der 1222 nach Karaman kam, blieben hier 7 Jahre lang. Mevlâna heiratete in Karaman im Jahre 1225 Gevher Hatun, die Tochter von Şerefeddin Lala. Aus dieser Ehe bekam Mevlâna zwei Söhne, Namens; Sultan Veled und Alâeddin Çelebi. Mevlâna machte seine zweite Ehe, als seine erste Frau nach einigen Jahren starb, mit der Witwe Kerra Hatun, die ein Kind hatte. Aus diese Ehe bekam Mevlâna drei Kinder, zwei Söhne Namens; Muzaffereddin und Emir Alim Çelebi und eine Tochter, die Melike Hatun hieß.

In diesen Jahren war Anatolien größten Teils unter der Herrschaft der Seldschuken. Konya war die Hauptstadt dieser Herrschaft. Konya war mit Kunstwerken versehen und war ebenfalls mit Wissenschaftlern und Künstlern überfüllt. Um es kurz zu sagen erlebte die seldschukische Herrschaft seine Glanzzeit und der Herrscher des Staates war Alâeddin Keykubat. Alâeddin Keykubat hat den Sultan der Gelehrten von Karaman nach Konya eingeladen und verlangt, dass er sich in Konya niederließ.

Bahaeddin Veled hat die Einladung von Sultan angenommen und kam mit seiner Familie und Freunde am 3. Mai 1228 in Konya an. Sultan Alâeddin hat ihn mit einer prachtvollen Zeremonie empfangen und wies ihm als Niederlassung Ort die Altunafa (Iplikçi) Medrese an.

Der Sultan der Gelehrten starb am 12. Januar 1231 in Konya. Als Ruhestätte wurde ihm der Rosengarten des Seldschukischen Schlosses ausgesucht. Er wurde im Derwischenkloster der Mevlâna, der Heute als Museum benutzt wird, begraben.

Als der Sultan der Gelehrten starb, haben sich seine Schüler diesmal um Mevlâna versammelt. Sie haben ihn als seinen einzigen Nachfolger gesehen. In der Tat war Mevlâna ein großer Wissenschafts- und Religionsgelehrter geworden und predigte in der Iplikçi Medresse. Die Medresse wurde von den Menschen, die kamen um ihm zuzuhören, überfüllt.

Mevlâna begegnete am 15. Oktober 1244 dem Şems-i Tebrizî, Mevlâna hatte bei Şems die “Existenz der absoluten Vollkommenheit” und bei seinem Antlitz die “göttliche Verklärtheit” gesehen. Doch ihr Zusammensein dauerte nicht lange. Şems starb plötzlich. Nach dem Tod von Şems zog sich Mevlâna lange Jahre ins Einsiedlerleben zurück. Nach einigen Jahren haben Selâhattin Zerkubi und Hüsameddin Çelebi versucht den Platz von Şems-i Tebrizî zu füllen.
Mevlâna, der sein Leben mit den folgenden Worten “ich war Roh ich wurde gar, ich wurde angebrannt, (hamdım, piştim, yandım)” zusammenfasste, gelangte am Sonntag des 17. Dezember 1273 zum Gottes Gnaden. Mevlâna’s Bestattungsgebet sollte, nach Mevlâna’s letzter Wille, Sadrettin Konevi verrichten. Aber Sadrettin Konevi, der Mevlâna so sehr liebte und seinen Tod nicht hinnehmen konnte, wurde bei der Bestattung ohnmächtig. Nach diesem Vorfall hat Kadı Siraceddin das Begräbnisgebet von Mevlâna verrichtet.

Mevlâna empfand den Todestag als Geburtstag. Weil er an dem Tag zu seinem Geliebten, das heißt seinem Gott wieder finden würde. Deswegen nannte Mevlâna den Todestag als “Şeb-i Arûs”, dass soviel wie Hochzeitstag oder Brautnacht bedeutet, und hinterließ seinen Freunden das Vermächtnis, dass man nach seinem Tode nicht trauern und nicht klagen soll.

"Nach unserem Tod solltet ihr unser Grab nicht auf der Erde suchen! Unser Grab ist in den Herzen von Kundigen."

Hz. Mevlâna.

 

 

Werke Mevlanas

 

Generaldirektorat für Gemälde und Museen

WERKE MEVLANAS

Mesnevi


Mesnevi ist der Name einer Gedichtform in der klassischen östlichen Literatur. In der Literatur wird die Gedichtform, die denselben Silbenmasse und wo jeder Doppelvers verschiedene Reime hat Mesnevi genannt. Wenn sehr lange Themen behandelt wurden oder eine Geschichte in Poesie geschrieben werden sollte, wurde die Form des Mesnevi wegen der Einfachheit des Reimes vorgezogen.

Obwohl Mesnevi eine Form der klassischen, Östlichen Poesie ist, erinnert das Wort ‚Mesnevi‘ sofort an die "Mesnevi des Mevlana".
Mevlana schrieb Mesnevi auf Wunsch von Hüsameddin Çelebi. Nach der Aussage von Schreiber Hüsammedin Çelebi trug Mevlana seine Mesnevi vor, wenn er im Meram spazieren ging, saß, lief und sogar wenn er Sema machte (ein rituelles um sich herwirbeln) und Çelebi Hüsameddin schrieb es auf.
Die Sprache des Mesnevi ist persisch. Nach der ältesten Mesnevikopie, datiert auf das Jahr 1278, das sich heute im Mevlana Museum befindet, beträgt die Anzahl den Doppelversen 25618.

Das Silbenmaß der Mesnevi:

Fâ i lâ tün- fâ i lâ tün- fâ i lün
Mevlana spricht seine mystischen Gedanken in seinem G- Volumen Mesnevi, durch miteinander verbundenen Geschichten, aus.

Divan-Kebir

Es ist das Heft, wo die Divan- Poeten ihre Poesien sammelten. ‚Divan-ı Kebir‘ bedeutet ‚Großes Heft‘ oder 'Großer Divan'.

Alle Gedichte die Mevlana in verschiedenen Themen geschrieben hat, befinden sich in diesem Divan. Obwohl die Sprache des Divans persisch ist, gibt es auch Gedichte in Arabisch, Türkisch und Armenisch.

Divan-Kebir besteht aus 21 kleinen Divanen (Bahir) und dem Vierzeiler (Rubâi) Divan. Die Anzahl der Doppelverse der Divan-ı Kebir beträgt über 40.000.

Mevlana hat einige Gedichte in Divan-ı Kebir unter den Decknamen Şems geschrieben. Deshalb wird dieser Divan auch Divan-ı Şems genannt.

Schriftwechsel (Mektubat)


Diese Schriften bestehen aus 147 Briefen, die Mevlana an erster Stelle an die Seldschuken- Herrscher und anderen bedeutenden Personen der Zeit schrieb, die um seinen Rat baten. In seinen Briefen beantwortete er Fragen und gab bezüglich religiösen und wissenschaftlichen Themen Erklärungen ab.
Diese Briefe wurden nicht auf literarische Briefschreibweise geschrieben. Vielmehr schrieb er wie er sprach. In seinen Briefen erwähnte er niemals die Worte ‚Ich Eurer Diener‘.

In seinen Briefen benutzte er Anreden für die Leute an die er schrieb (Außer dem Rang- und Amts- Namen) die der Denkform, Glauben und gute Taten der Selben passten.

Fihi Mâ Fih

Fihi Mâ Fih bedeutet ‚Alles was es gibt steckt in Dir‘... Dieses Werk besteht aus Diskussionen die er in verschiedenen Versammlungen gehalten hat. Es wird angenommen das diese Unterhaltungen von seinem Sohn Sultan Veled in ein Buch zusammengehalten worden sind. Das Werk besteht aus 61 Sektionen. In einigen dieser Sektionen wird der Vezir Süleyman Pervane angesprochen. In dem Werk werden auch manche politische Ereignisse erwähnt. Deshalb hat dieses Werk auch eine historische Bedeutung.

In dem Werk wurden Themen wie Himmel und Hölle, Diesseits und Jenseits, Führer und Novize, Liebe und Sema behandelt.

Mecalis-i Seb‘a (Sieben-Versammlung)

Wie auch aus dem Namen Mecalis-i Seb‘a hervorgeht, besteht dieses Werk aus der Zusammenstellung von sieben Predigten, die er in Sieben-Versammlungen hielt. Die Predigten des Mevlana wurden durch Çelebi Hüsameddin oder seinem Sohn Sultan Veled notiert und Zufügungen gemacht jedoch ohne den Kern zu verändern. Es wird mit größter Wahrscheinlichkeit angenommen, das nach der Ordnung dieses Werkes, Mevlana das Werk noch mal überprüft hat.

Mevlana benutzte die Gedichtform nicht als Ziel, sondern als einen Weg seine Gedanken auszudrücken. Er unterteilte seine Aussprüche in der Sieben-Versammlung in dieser Weise:

1. Welchen Weg Gesellschaften nehmen sollen, die auf falschem Weg sind.
2. Befreiung von Untaten, erwachen von der Schläfrigkeit durch die Vernunft.
3. Die Nacht des Glaubens.
4. Die jenen die einen Bußgelöbnis ablegen werden, die geliebten Knechte von Allah werden.
5. Der Wert des Wissens
6. In der Schläfrigkeit tauchen
7. Die Bedeutung der Vernunft.

In diesen Sieben-Versammlungen wurden Außer diesen Ereignissen (Hadis) 41 andere Ereignisse behandelt. Jeder diesen Ereignissen, die von Mevlana gewählt worden sind, sind sozialwissenschaftlich. Jede Sektion seiner Sieben-Versammlungen begann Mevlana mit (ham-ü sena) und ‚münacat‘. Durch Geschichten und Gedichten machte er die Themen, die zu behandeln waren und seine mystischen Gedanken anziehend. Dieser Weg wurde auch bei der Erstellung der Mesnevi verfolgt.



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